Konzert

10.01.2012

Stern über Bethlehem

Weihnachtlichen Glanz und glockenreine Klänge konnte das Publikum beim Weihnachtskonzert des Chorverbandes Landsberg in der Pfarrkirche „Zu den heiligen Engeln“ in Landsberg genießen.
Bild: Foto: Walter Herzog

Stubenmusik und Chöre brachten die Kirche „Zu den heiligen Engeln“ zum Klingen

Landsberg Während die Sternsinger am Dreikönigsfest von Haus zu Haus ziehen, feierten sieben Chöre des Chorverbandes Landsberg (CVLL) am Ende der Weihnachtstage die Erscheinung des Herrn mit einem Chorkonzert in der Stadtpfarrkirche „Zu den heiligen Engeln“ in Landsberg. Unter dem Motto „Stern über Bethlehem“ bezauberten die Chöre die Hörerschaft mit musikalisch-weihnachtlicher Stimmung. Für klangvolle Abwechslung sorgte die Landsberger Stubenmusik mit „echter Volksmusik“.

Mit ihren zwei gemischten Chören, der Harmonie Stoffen und dem Sängerkreis Egling, präsentierte sich die neue Kreischorleiterin Veronika Graser. Während es der Harmonie, fein intonierend, vorbehalten war, zur Eröffnung mit dem „Stern über Bethlehem“ den Weg zur Krippe hin zu weisen, widmete sich der Sängerkreis der Hirtenschar (Wiegenlied der Hirten) nach einem Satz von Manfred Werner. Erstmals als Chorgemeinschaft beeindruckten beide Ensembles mit dem russischen Vespergesang „Jubilate“ (Dimitri Bortniansky).

Kraftvoll intonierte Männerstimmen als Kontrapunkt

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Ganz traditionell in Tracht und Liedauswahl („O Maria wie gefährlich“, „Aus einer schönen Rose“ und „Die hl. Drei König“) präsentierte sich der Männerchor Igling unter der Leitung von Günter Först. Die kraftvoll intonierenden Männerstimmen setzten einen prächtigen Kontrapunkt zu den gemischten Chören.

„Die Weihnachtsnachtigall“ ließ der Singkreis Thaining unter Sepp Wörsching erklingen, um sich dann mit einer steierischen Volksweise („Kindlein zart, von guter Art“) der Geburt Jesus zu widmen. Mit einem Engelschoral („Angel‘s Carol“ von John Rutter) schlossen sie ihren feinen Vortrag. Vielseitig und nicht in ein bestimmtes Genre einzuordnen, zogen die neun Sängerinnen und Sänger um Susanne Feike die Hörer in ihren Bann. „LiChörchen“, ein feines A-cappella-Trüppchen, bot eine imposante Bandbreite seines Könnens. Nach „Wir wollen uns wieder auf den Weg machen“ („El haderech“ von Nurit Hirsh), in Hebräisch gesungen, gingen sie ganz traditionell, alpenländisch auf Herbergssuche („Jetzt fangen wir zum Singen an“), um dann ihren Auftritt mit zwei wunderbaren Traditionals („Evening rise“, Satz Christian Bollmann und „The first Noel“) ausklingen zu lassen.

Ludmilla Wachs (Dirigat und Klavier) überzeugte mit dem renommierten Chor, der Abendklasse der Musikschule Landsberg, mit zwei mundartlichen Stücken von Lorenz Maierhofer („Da See g‘friat zu“ und „Durch die Nach scheint a Liacht“) ebenso wie mit „Polish Christmas Music“ des zeitgenössischen Komponisten und Arrangeurs Johan de Meij.

Den Schlusspunkt setzte Vox Villae – Liederkranz Weil unter der Leitung von Dr. Karl Heinz Moser mit einem formidablen Auftritt. So anspruchsvoll die Sätze auch waren („Ave Maria“ von Heitor Villa-Lobos und „Es blühen die Maien“ von Franz Biebl), so gesammelt und ausdrucksstark interpretierte der Chor diese. Man traute sich kaum auszuatmen, als die letzten Takte des von Josef G. Rheinberger vertonten Abendliedes (Matthias Claudius) im Kirchenraum ausklangen. (hewa)

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