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Kreis Landsberg

19.01.2015

Tempo 80 im Tunnel - Ab April drohen Staus auf der A96

Bereits jetzt ist teilweise eine Spur wegen der Bauarbeiten gesperrt. Die „große“ Umleitung kommt aber erst im Jahr 2016 auf die Autofahrer zu. 
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Bereits jetzt ist teilweise eine Spur wegen der Bauarbeiten gesperrt. Die „große“ Umleitung kommt aber erst im Jahr 2016 auf die Autofahrer zu. 

Die Tunnel auf der A 96 in Eching und Etterschlag sollen sicherer werden. Jetzt wird erst mal die Umleitung gebaut.

Die Autobahntunnel Eching und Etterschlag sollen sicherer werden. Im Herbst 2013 wurde mit Vorarbeiten begonnen, jetzt geht es in die entscheidende Phase: Ab April müssen Autofahrer mit Behinderungen auf der A96 zwischen den Anschlussstellen Greifenberg und Wörthsee in beiden Fahrtrichtungen rechnen, worüber die Autobahndirektion Südbayern in einer Pressekonferenz informierte. Der Kemptener Dienststellenleiter, Gernot Rodehack, und Projektleiter Dr. Christian Hocke erläuterten die anstehenden Arbeiten und den Terminplan. Die Anschlussstellen Greifenberg, Inning und Wörthsee werden im Frühjahr für jeweils fünf Nächte total gesperrt. Auf der Staatsstraße 2070 wird vom Tunnel Eching bis zur Amperbrücke von April bis Juli mit halbseitigen Sperrungen zu rechnen sein und mit weiteren Behinderungen im kleineren Umfang.

So wird der Verkehr umgeleitet

Um in jeweils einer Tunnelröhren arbeiten zu können, wird der Verkehr Richtung München umgeleitet werden. Den Verkehr einspurig im Tunnel zu lassen und dort gleichzeitig zu arbeiten, würde einen täglichen Stau bis Lindau provozieren, so die Prognosen der Straßenbauer. Ausgeleitet wird statt dessen der Verkehr in Höhe der Windachbrücke auf die Staatsstraße südlich der Autobahn. Eine provisorische Brücke führt dann über den Echinger Kreisverkehr zurück auf die Staatsstraße und wieder auf die Autobahn. Für den örtlichen Verkehr wird südlich eine provisorische Staatsstraße angelegt, die Radwegeverbindung von Eching Richtung Stegen wird nördlich der Autobahn erfolgen. Der Verkehr Richtung Lindau wird immer in einer der Tunnelröhren geführt.

Sichtbar sind in Eching schon die Fluchttreppenhäuser. Notfallsnischen und eine Bevorratung für 72 Kubikmeter Löschwasser wurden 2014 ebenfalls gebaut. Es besteht jedoch noch keinen Anschluss an die zwei Röhren. Denn bevor in den Autobahnverkehr eingegriffen werden kann, musste der Planfeststellungsbeschluss für die Umleitung erfolgen. Er ist nun rechtskräftig. Als erste Arbeitsschritte werden jetzt im Januar Bäume gerodet.

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Umleitung steht erst für 2016 an

Die Umleitung steht aber erst für 2016 an, heuer im Herbst soll mit den Bauarbeiten für die Behelfsstraße begonnen werden. Autofahrer müssen aber schon ab April langsamer fahren: Tempo 80 beziehungsweise Tempo 60 an den Anschlussstellen. Denn wie Hocke erläuterte, werden unter anderem auch die Fahrzeugrückhaltesysteme, sprich Leitplanken, erneuert. Bei Änderungen im Bestand müssen auch diese Sicherheitsbauteile angepasst werden.

Auch 20 neue Schilderbrücken werden heuer aufgestellt, über die die Autofahrer informiert werden können über Falschfahrer, Kontrollen, Staugefahr et cetera. Übrigens schlägt die Autobahndirektion laut Rodehack auch vor, dass vergleichbar mit anderen Autobahnen rund um München auch auf der A96 schon von Landsberg aus über derartige Schilderbrücken eine Verkehrsbeeinflussung installiert wird. Ein gleichmäßiger Verkehrsfluss wird dabei beispielsweise über veränderbare Tempolimits erreicht. Das Verkehrsministerium muss dies genehmigen. Beantragt sei auch der sechsstreifige Ausbau von Oberpfaffenhofen nach Wörthsee.

Im April 2016 beginnt die Sanierung der Südröhre, der Verkehr Richtung München läuft über die Umleitung. Danach wird in der Nordröhre gearbeitet, die Fahrt gen Lindau erfolgt dann in der südlichen Röhre. Diese Arbeiten sollen bis November 2016 abgeschlossen werden. Bis Herbst 2017 soll der Rückbau der Behelfsstraße dauern, danach wird noch eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung errichtet. Die Kosten für die Nachrüstung beider Tunnel liegen bei 40 Millionen Euro.

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