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Landsberg

11.10.2019

Was Feuerwehr und Rotes Kreuz auf dem Schlossberg in Landsberg machen

Rotes Kreuz und Feuerwehr übten am Donnerstagabend in der Schlossbergschule den Einsatz bei einem Hotelbrand.
Bild: Rotes Kreuz Landsberg

Plus Für eine Übung wird ein großer Brand inszeniert. Dabei müssen viele Verletzte gerettet werden.

Blaulicht und Tatütata haben am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr in Landsberg für Aufsehen gesorgt. Es sah nach einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Was tatsächlich los war, erklärte der Kommandant der Landsberger Feuerwehr, Christian Jungbauer, auf LT-Nachfrage am Freitag.

Jungbauer sprach von einer "ganz normalen Objektübung". Eine solche unangekündigte Übung mit allen Feuerwehren im Stadtgebiet werde einmal im Jahr abgehalten – um die Zusammenarbeit unter den Feuerwehren, aber auch mit dem Roten Kreuz zu trainieren. Einsatz- beziehungsweise Übungsort war der Landsberger Schlossberg und das Szenario in den Räumen der Schlossbergschule war ein Hotelbrand. Aus den Klassenzimmern wurden gleichsam Hotelzimmer. Und dabei galt es nicht nur, einen Brand zu löschen. Die besondere Herausforderung bei einem Hotelbrand sei es auch, Verletzte zu finden und in Sicherheit zu bringen, erklärte Jungbauer. Diese fanden sich nicht nur in den Zimmern, sondern auch in einer Küche im Keller, unter den elf „Verletzten“ (dargestellt von Mitgliedern des Roten Kreuzes) war auch eine Person, die aus einem Fenster gestürzt war, so der Kommandant weiter. Innerhalb von zwei Stunden hatten die rund 100 Feuerwehrleute die Übung absolviert. „Es ist gut gelaufen“, sagt Jungbauer, und der Abend habe natürlich auch Erkenntnisse gebracht, wie die Zusammenarbeit weiter verbessert werden könnte.

Auch der Kommandant wusste vorher (fast) nichts

Um den Ernstfall möglichst realistisch üben zu können, war das von Markus Riegg und Josef Hirschvogel entworfene Einsatzszenario geheim gehalten worden. „Ich wusste nur, dass an diesem Abend eine Übung stattfinden wird, aber nicht, was passieren wird“, sagt Kommandant Jungbauer.

Neben den rund 100 Brandschützern rückten auch etwa 45 Rotkreuzler – unter anderem mit drei Rettungswagen, zwei Ärzten und Kriseninterventionsteam – auf dem Schlossberg an, berichtet Christian Haberkorn, der Bereichsleiter Einsatzdienste beim Roten Kreuz in Landsberg. „Die Übung, auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist gut gelaufen, und wir haben auch Verbesserungspotenziale entdeckt, aber genau deswegen machen wir solche Übungen ja.“ Diese seien gerade für Großeinsatz-Lagen wichtig, die man Gottseidank in der Praxis nicht so oft erleben müsse.

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