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Landsberg: Gabriele Triebel möchte den Flächenfraß eindämmen

Landsberg

Gabriele Triebel möchte den Flächenfraß eindämmen

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    Gabriele Triebel aus Kaufering sitzt für die Grünen im bayerischen Landtag.
    Gabriele Triebel aus Kaufering sitzt für die Grünen im bayerischen Landtag. Foto: Bündnis90/die Grünen

    Am 8. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Auch für den Stimmkreis 120 Landsberg/Fürstenfeldbruck wird eine Vertreterin oder ein Vertreter gesucht. Mehrere Direktkandidaten bewerben sich um die Erststimme der Wählerinnen und Wähler. Unsere Redaktion stellt die Frauen und Männer vor. Wir haben ihnen sechs Fragen zu lokalen Themen gestellt und sie gebeten, sich kurz persönlich vorzustellen. Heute die Kandidatin der Grünen, die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel.

    Wie wollen Sie den ÖPNV/MVV im Landkreis Landsberg verbessern?

    Im öffentlichen Personennahverkehr gibt es im Landkreis viel aufzuholen. Nächstes Jahr wird der Kreistag über den endgültigen Beitritt des Landkreises zum MVV entscheiden. Ich befürworte dies sehr. Seit ich im Landtag bin, kämpfe ich für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke von München-Pasing bis Fürstenfeldbruck. 

    Das Klinikum in Landsberg soll erweitert werden. Wie unterstützen Sie dieses Vorhaben? Was ist Ihnen dabei wichtig?

    Eines muss klar sein: Der Landkreis wird sein Klinikum behalten, und zwar mit den vorliegenden Ausbauplänen. Dafür werde ich mich im Verwaltungsrat, im Kreistag und Landtag weiterhin einsetzen. Beim Aufbau der neuen Pflegeschule ist mir wichtig, dass mit dem in Landsberg ansässigen privatem Anbieter, den Heimerer-Schulen, intensiver zusammengearbeitet wird. 

    Auch im Landkreis Landsberg droht ein Pflegenotstand. Was wollen Sie dagegen tun?

    Bei der Pflege vor Ort müssen Kommunen und Landkreise besser unterstützt werden. Dass wir mehr Pflegefachkräfte in diesen Beruf bekommen, gelten ähnliche Vorschläge wie im Kita-Bereich: die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, bessere Bezahlung und flexiblere Ausbildungsmöglichkeiten, bessere Anerkennung von ausländischen Abschlüssen. 

    Wie kann der Flächenverbrauch im Landkreis Landsberg begrenzt werden

    Die Folgen der massiven Flächenversiegelung im Landkreis sind massiv: Fruchtbare Böden werden aus der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion genommen, Naturräume zerstört. Dazu haben wir Grüne einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Flächenfraß schrittweise bis 2028 auf fünf Hektar pro Tag begrenzt und den Kommunen gleichzeitig Freiheiten in ihrer Planungshoheit lässt. 

    Haben die Staustufen im Lech eine Zukunft? Soll der Lech wieder natürlich fließen?

    Durch die Verstaatlichung von Uniper hat der Freistaat jetzt schon die Möglichkeit, die Wasserkraftwerke vom Bund zurückzukaufen und sie wieder in öffentliche Verantwortung zu überführen. Dadurch kommen Energieerzeugung, Hochwasserschutz, Naturschutz und Wassermanagement wieder in eine Hand. Ich sehe als unsere Aufgabe an, dem einzigartigen Naturraum „Lech“ wieder etwas von seiner Ursprünglichkeit zurückzugeben. 

    Wie möchten Sie sich für die Jugend im Landkreis Landsberg einsetzen?

    Für Jugendliche vorwiegend auf dem Land, spielt Mobilität eine große Rolle. Wir Grüne möchten deshalb ein kostenloses Junge-Leute-Ticket einführen. Um Jugendlichen mehr an politischen Entscheidungen teilhaben zu lassen, wollen wir das aktive Wahlalter für Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre festsetzen. 

    Persönliches:

    • Name: Gabriele Triebel
    • Geburtsdatum: 24. Oktober 1960
    • Geburtsort: Kaufering
    • Aktueller Wohnort: Kaufering
    • Familienstand/Kinder: verheiratet, zwei Kinder, zwei Enkelkinder
    • Beruf: Landtagsabgeordnete, Diplomsportlehrerin
    • Politische Ämter: Marktgemeinderätin Kaufering, Kreisrätin, Verwaltungsrätin Klinikums Landsberg
    • Ehrenamt: Vorsitzende des Vereins „Von Hand zu Hand – Sri Lanka Hilfe Kaufering“, Beirätin in „Donum Vitae“ Bayern und des CVJM Bayern.
    • Hobbys: Sport (Basketball, Badminton, Joggen, MTB-fahren), Fußball schauen, Lesen und Kino/Theater. (AZ)
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