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Bei hohen Zahlen: Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht

Bund Naturschutz

08.05.2015

Vom Biber bis zur Energiewende

Folkhart Glaser mit den geehrten (von links): Peter Vonnahme, Irmgard Starke, 2. Bürgermeister Dieter Steininger, Siegfried Kische, Franz-Xaver Rieblinger und Gerhard Doppler.
Bild: BN-Kreisgruppe

Kreisgruppe blickt auf zahlreiche Aktivitäten zurück

Bei der Mitgliederversammlung der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe im „Staudenwirt“ Finning konnte der Kreisvorsitzende Folkhart Glaser über eine vielgestaltige Palette von Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr berichten. Der Bogen spannte sich von Problemen des Artenschutzes, wie etwa beim Biber, über den „Dauerbrenner“ Radweg an der Birkenallee in Dießen bis hin zur Mitarbeit an der Energiewende im Landkreis. So versucht der BN unter anderem, nach wie vor ein mit allen Beteiligten abgestimmtes Management beim Biber auf den Weg zu bringen. Dieses soll auf einer klaren Einteilung in problemlose Reviere, Konfliktreviere mit Ausgleichszahlungen und Entnahmereviere beruhen.

Daneben war der Ammersee mit seiner Uferregion am Ostufer ein wichtiges Thema. Hier gab es erhebliche Auseinandersetzungen mit der Höheren Naturschutzbehörde in München wegen einer ohne vorherige Prüfung erteilten Eingriffsgenehmigung in den Uferbewuchs. Inzwischen hat sich der BN mit dem Verein „Ostufer für Mensch und Natur“ in den Zielen abgestimmt. Zusätzlich hat die Kreisgruppe mit Unterstützung der „Glücksspirale“ hierzu ein Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, das die Renaturierung von Bereichen des Ostufers hin zu kiesigen Wellenschlagufern untersucht.

Zum geforderten Radweg an der Birkenallee stellte Glaser klar, dass nicht – wie von den Befürwortern dargestellt – die Umweltverbände die „Verhinderer“ seien. Beim „Runden Tisch“ in Dießen mit Befürwortern, den beteiligten Bürgermeistern und Verbänden sei von der Regierung von Oberbayern unmissverständlich aufgezeigt worden, dass die Rechtslage einen solchen Eingriff in das europäische Ramsar-Schutzgebiet „Ammersee-Süd“ nicht zulasse.

Glaser dankte allen Mitgliedern, die im Bereich der Energiewende maßgeblich bei der Landsberger Energieagentur (LENA) aktiv mitarbeiten, insbesondere Jochen Müller und Wolfgang Buttner. Der von ihnen vor zwei Jahren initiierte Energiesparwettbewerb wird inzwischen von vielen Gemeinden bereits in eigener Regie durchgeführt.

Als „Renner“ in den Schulen haben sich von Peter Satzger entwickelte Workshops mit dem „Energiespardorf“, einer Echtzeitsimulation zur Energieeinsparung, erwiesen. Es wird inzwischen mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums mehrfach nachgebaut, um einen überregionalen Einsatz zu ermöglichen.

Erfreuliche Zahlen konnte Schatzmeisterin Ulrike Gömmer mitteilen. Denn die Kreisgruppe habe das vergangene Haushaltsjahr mit einem leichten Plus abgeschlossen. Das sei angesichts der vielfältigen Aufgaben für einen politisch und finanziell unabhängigen Verband wie den BN nicht immer einfach. „Schließlich refinanzieren wir uns ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden“, so Gömmer. Sie dankte allen Helfern, die durch ehrenamtlichen Einsatz bei der Landschaftspflege zusätzliche Mittel aus dem Vertragsnaturschutz erarbeitet hätten.

Ein sehr informativer Vortrag des Kreisvorsitzenden über den Lebensraum Antarktis bot danach den Anwesenden Gelegenheit zur Entspannung. Mit eindrucksvollen eigenen Bildern und Filmsequenzen wurden die grandiose Schönheit, aber auch die Gefährdungen dieses einzigartigen Lebensraumes aufgezeigt. Zum Abschluss zeichnete Glaser noch langjährige und verdiente Mitglieder mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des BN aus, darunter neben der Gemeinde Egling auch ehemalige Vorstandsmitglieder und Ortsgruppenvorsitzende wie Siegfried Kische (Egling), Dr. Gerhard Doppler (Kaufering), Franz-Xaver Rieblinger und Peter Vonnahme. (lt)

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