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19.07.2010

Altenheime aus wirtschaftlicher Schieflage befreit

Beim Blick auf den Jahresabschluss 2009 der Unterallgäuer Kreisaltenheime können Landrat Hans-Joachim Weirather (rechts) und Gesamtleiter Ara Gharakhanian aufatmen. Foto: clb
Bild: clb

Babenhausen/Unterallgäu Während drückende Hitze anderen Schweißperlen auf die Stirn trieb, hatten Landrat Hans-Joachim Weirather und Ara Gharakhanian, Gesamtleiter der drei Kreisaltenheime, beim Blick auf den Jahresabschluss 2009 der Unterallgäuer Kreisaltenheime Grund, erleichtert aufzuatmen: "Innerhalb von zwölf Monaten ist es gelungen, die Fehlbeträge der drei Häuser in Babenhausen, Bad Wörishofen und Türkheim um insgesamt über 1,1 Millionen Euro zu reduzieren", verrieten die Zahlen.

Ende 2009 sank das sich noch ein Jahr zuvor auf fast 1,31 Millionen Euro belaufende Gesamtdefizit auf rund 172 000 Euro. "Damit sind die Kreisaltenheime "St. Andreas" in Babenhausen und " St. Martin" in Türkheim aus einer wirtschaftlichen Schieflage in die schwarzen Zahlen geführt worden", freut sich Landrat Weirather. Für beide Einrichtungen konnten erstmals nach Jahren wieder Rückstellungen für die Instandhaltung gebildet werden. Im Seniorenstift "Am Anger" in Bad Wörishofen reduzierten sich 2009 sowohl der Jahresfehlbetrag (208 071 Euro) als auch der durch den Landkreis auszugleichende Fehlbetrag (190 515 Euro) im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 100 000 Euro.

Lob vom Landrat für den neuen Gesamtleiter

Um die Defizite seiner drei Altenheime zu decken, habe der Landkreis im Jahr 2006 fast 470 000 Euro sowie 2007 noch knapp 417 000 Euro zuschießen müssen. 2008 lag der vom Kreis auszugleichende Fehlbetrag gar bei 766 459 Euro, ehe er sich 2009 auf 190 515 Euro, also nur noch ein Viertel dieser Summe, verringerte, zeigt sich der Landrat erleichtert: "Mit Ara Gharakhanian haben wir einen Altenheim-Gesamtleiter gefunden, der seiner Verantwortung in vollem Umfang gerecht wird." Als Gründe für die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung nennt Gharakhanian einen Konsolidierungs- und Wirtschaftlichkeitsprozess, den er mit seinem Antritt als Gesamtleiter im Januar 2009 angestrebt habe. Er habe Pflegesatzverhandlungen geführt, die wirtschaftliche Betriebsführung sichergestellt sowie ein Qualitätsmanagement aufgebaut. Dank positiver Belegungszahlen der Einrichtungen und einer aktualisierten Zusammensetzung der Pflegebedürftigkeit der Heimbewohner habe sich eine verbesserte Ertragslage ergeben.

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"Außerdem ist es 2009 gelungen, die Kosten für Sachaufwendungen, wie Energie, Wirtschafts- und Verwaltungsbedarf, deutlich zu verringern", informiert Gharakhanian. Auch die mit 75 bis 80 Prozent der Gesamtkosten zu Buche schlagenden Personalaufwendungen konnten reduziert werden.

Das beim Umbau des ehemaligen Krankenhauses in Babenhausen zum Kreisaltenheim "St. Andreas" benötigte Darlehen wurde jetzt als "Sonderbürde" in den Kreishaushalt übernommen, erklärt Landrat Weirather. Außerdem seien Fehler bereinigt worden, die in der Vergangenheit im Bereich der gebäuderelevanten Abschreibungen der Einrichtungen gemacht wurden.

"All diese Einsparungen erfolgten keinesfalls zum Nachteil der Bewohner unserer Kreisaltenheime, kann der Landrat belegen: Ende 2009 sei das Babenhauser Kreisaltenheim St. Andreas vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen sowie der Heimaufsicht inspiziert worden. "Die Prüfung hinsichtlich Struktur, Prozess und Ergebnisqualität ergab die Super-Note 1,3."

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