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Memmingen

15.07.2020

Autobahnkreuz bei Memmingen wird zum Nadelöhr

Für den Umbau des Autobahnkreuzes bei Memmingen haben die Vorarbeiten begonnen.
Bild: Uwe Hirt

Plus Der Bund investiert 17,4 Millionen Euro in den Umbau des Memminger Knotenpunkts. Die Vorarbeiten haben begonnen.

Die Bauarbeiten am Autobahnkreuz von A7 und A96 in Memmingen gehen in die nächste Etappe: Um die Situation am oft überlasteten Knotenpunkt zu entschärfen, beginnt nun der Umbau im westlichen Bereich. Dabei wird eine bisherige Engstelle der A96 Lindau München beseitigt und es entstehen in beiden Richtungen durchgängige zweistreifige Fahrbahnen. Erweitert werden auch die Ein- und Ausfädelstreifen von und nach Lindau in dem Bereich. Ein Bestandteil des Projekts, das sich in mehrere Bauphasen untergliedert, ist ebenfalls der Bau einer 700 Meter langen Lärmschutzwand auf der Buxachtalbrücke und im Bereich Buxheim.

Auf der A96 fahren immer mehr Autos und Lastwagen

Da es sich mit zwischen vier und sieben Metern Höhe um „ein wuchtiges Bauwerk“ handle, werde die Wand in Teilen transparent gehalten, sagte Thomas Riedler von der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten. Der Sachgebietsleiter präsentierte Ablauf und Einzelschritte zusammen mit Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, Buxheims Rathauschef Wolfgang Schmidt sowie dem CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und Klaus Holetschek, Landtagsabgeordneter und Bau-Staatssekretär ( CSU).

Die Investition des Bundes bezifferten sie mit rund 17,4 Millionen Euro. Holetschek wie auch Riedler verdeutlichten den Handlungsbedarf. Der Sachgebietsleiter der Autobahndirektion sprach dabei Prognosen an, wonach das Verkehrsaufkommen am Kreuz im Jahr 2030 bei 54.500 Fahrzeugen in 24 Stunden liegen wird. Überdies habe die A96 in den vergangenen Jahren als Verbindung im Voralpenraum wesentlich an Bedeutung gewonnen.

Autobahnkreuz bei Memmingen wird zum Nadelöhr

Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Verkehr

Wie komplex das nun anstehende Vorhaben ist und wie vielfältig die damit verbundenen Einzelschritte, zeigten die Ausführungen Riedlers, der als Sachgebietsleiter mit den Planungen betraut war. Der Umbau findet nach seinen Angaben bei laufendem Verkehr statt und soll im Oktober 2023 beendet sein – die Vorarbeiten haben bereits begonnen: Abgeschlossen ist eine Deckensanierung im südlichen Bereich der Buxachtalbrücke. Ersetzt wird im Laufe des Projekts die Unterführung für die Kreisstraße nahe der Firma Kolb am Ortseingang von Buxheim. An selber Stelle entsteht ein Neubau mit breiterer Fahrbahn. Hierfür ist es Riedler zufolge nötig, zeitweise ein Behelfsbauwerk zu errichten.

Memmingen hat sich im Verkehrsfunk einen Namen gemacht

Außerdem werden bei den Arbeiten an sieben Standorten sogenannte Verkehrszeichenbrücken erneuert. Die bis zu sechs Meter hohen, weithin sichtbaren Schildtafeln werden dabei laut Riedler mit einem Autokran eingehoben. Ein weiterer Punkt: „Die Entwässerung muss komplett neu gemacht werden“, erläuterte Riedler – hierfür werden unter anderem Kanäle mit einer Gesamtlänge von zwei Kilometern verlegt. Darüber hinaus steht der Austausch der Ausstattung an, zu der zum Beispiel Schutzplanken und Markierungen gehören.

„Memmingen war bisher vielen Menschen durch den Verkehrsfunk im Radio ein Begriff, weil immer wieder Stau am Autobahnkreuz gemeldet wurde. Das gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an“, sagte Schilder. Sein Buxheimer Amtskollege zeigte sich erfreut darüber, dass im Zuge des Projekts „für die Bevölkerung ein wichtiger Baustein in Sachen Lärmschutz“ umgesetzt werde und nutzte die Gelegenheit, um gleich noch die Bitte nach einer Geschwindigkeitsreduzierung auf den betreffenden Autobahnabschnitten hinterherzuschicken.

Der Umbau diene dazu, einerseits Verkehrsfluss und Sicherheit am Autobahnkreuz zu verbessern – mit der Lärmschutzwand werde aber auch etwas für die Wohn- und Lebensqualität der Menschen unternommen, fasste Holetschek zusammen.

In Richtung München ist zuletzt auf der A96 auch gebaut worden:

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