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Bad Wörishofen
25.11.2021

Corona: Heuer keine Impfung für Kinder ab fünf im Impfzentrum Bad Wörishofen

Die EMA hat sich für die Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffes für Kinder ausgesprochen. Offiziell muss die EU-Kommission nun noch zustimmen.
Foto: David Young/dpa/dpa-tmn

Der Corona-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren steht unmittelbar vor der Zulassung. Doch Eltern, die auf eine schnelle Impfung im Impfzentrum Bad Wörishofen hoffen, müssen sich gedulden.

Die Europäische Arzneimittelbehörde hat am Donnerstag den Corona-Impfstoff von Biontech für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Schnell zeigt sich aber, dass es noch dauern wird, bis Kinder im Unterallgäu flächendeckend geimpft werden können. Im Impfzentrum Bad Wörishofen jedenfalls wird das heuer nicht mehr passieren.

Biontech will die ersten Impfdosen am 20. Dezember ausliefern. Zuvor muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das allerdings gilt als Formsache. Auch eine Impfempfehlung der ständigen Impfkommission Stiko steht noch aus. Die Impfdosis für die jüngeren Kinder wird um ein Drittel geringer ausfallen als bei den Zwölfährigen und Älteren. Wer nun allerdings glaubt, dass noch vor Weihnachten umfassend geimpft werden kann, irrt. „Wir werden uns jetzt bevorzugt um Ältere und Vorerkrankte kümmern“, sagte die Unterallgäuer Koordinierungsärztin Dr. Carola Winkler unserer Redaktion. „Wenn wir das geschafft haben, können wir uns der Kinderimpfung widmen.“ Dieses Jahr werde „das definitiv gar nicht mehr stattfinden“, stellt Winkler klar. Für die Kinderimpfung müsse ihrer Ansicht nach auch ein Kinderarzt vor Ort sein. Zudem sei das Impfzentrum Bad Wörishofen mittlerweile bis zum Jahresende terminlich ausgebucht. „Wir verweisen deshalb bevorzugt an die Kinderärzte“, sagt Winkler. „Wenn das in den Praxen nicht darstellbar ist, können wir gerne die Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Dr. Carola Winkler ist die Koordinierungsärztin im Unterallgäu.
Foto: LRA

Das Unterallgäu schrammte am Donnerstag nur knapp an der Grenze für einen Hotspot-Lockdown vorbei. Diese Regelung gilt in Bayern ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1000. Dieser Wert lag am Donnerstag bei 972,2. Das meldete das Robert-Koch-Institut. Es ist ein neuer Höchstwert in der Corona-Pandemie. Die Inzidenz bei den Fünf- bis 14-Jährigen liegt noch weitaus höher, bei 1630,64. Das geht aus Zahlen der Priesemann-Gruppe hervor, welche die Statistiken des RKI auswertet. 218 bestätigte Neuinfektionen binnen sieben Tagen wurden registriert.

Bei den 15- bis 34-Jährigen liegt die Inzidenz am Donnerstag bei 1087,25 bei 361 Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Bei den 35- bis 59-Jährigen liegt die Inzidenz bei 1117,98 bei 570 bestätigten Neuinfektionen. In den anderen Altersgruppen sind die Inzidenzen niedriger, bei den Null- bis Vierjährigen etwa (421,20), den 60- bis 79-Jährigen (609,54) und den über 80-Jährigen (429,68). Im jüngsten Wochenbericht weist das RKI aber darauf hin, dass bundesweit „die tatsächlichen Fallzahlen noch deutlich über den gemeldeten Fällen liegen“. Darauf deute der weiterhin steigende Anteil (17,3 Prozent) von positiven Proben unter den in den Laboren durchgeführten PCR-Tests hin.

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