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Kommunalpolitik

06.06.2014

Die Anwälte der Ortsteile

Ortssprecher von Mindelheim 2014 bis 2020: (von links) Georg Ritter (Heimenegg), Erwin Buffler (Gernstall), Andreas Schedel (Westernach), Christian Träger (Mindelau), Wolfgang Streitel (Nassenbeuren), Manfred Salger (Oberauerbach), Andreas Bader (Unterauerbach).
Bild: jsto

Wer die Stadtteile Mindelheims in den kommenden sechs Jahren vertritt

Mindelheim Sie sind so etwas wie die logische Konsequenz der Gebietsreform. Noch Anfang der 70er Jahre waren Nassenbeuren, Westernach, Mindelau, Heimenegg, Unggenried, Gernstall, Ober- und Unterauerbach selbstständige Orte. Dann wurden sie der Kreisstadt Mindelheim zugeschlagen, zu der sie nach wie vor gehören. Um den Kontakt zwischen Rathaus, Stadtrat und Bürgermeister zu den Ortsteilen zu pflegen, wurden Ortssprecher berufen. Im Nachgang der Kommunalwahl im März sind teilweise auch neue Ortssprecher gewählt worden. Max Dolp, Bruno Maier und Hubert Klaus (Westernach, Unterauerbach und Mindelau) haben sich nach vielen Jahren zurückgezogen. Erstmals kamen nun alle Ortssprecher zu einem Arbeitstreffen bei Bürgermeister Stephan Winter zusammen.

Westernach: Der 32-jährige Andreas Schedel hat die Nachfolge von Max Dolp angetreten. Damit bleibt das Amt des Ortssprechers quasi in der Familie. Dolp ist der Onkel von Schedel. Der neue Ortssprecher hat eine Leitungsfunktion bei Nestlé in Biessenhofen inne. Er ist verheiratet und wird im Herbst zum ersten Mal Vater. Ihm war es immer ein Anliegen, dass Westernach eine gute Verbindung zur Stadt hält. „Deshalb konnte ich schlecht nein sagen“, meint er schmunzelnd.

Heimenegg: Georg Ritter ist bereits seit 24 Jahren Ortssprecher. Auf der Nominierungsversammlung konnte er sich über 100 Prozent Zustimmung freuen. Er hat sich noch einmal für sechs Jahre bereit erklärt, Verbindungsmann der Heimenegger Bevölkerung zur Stadt zu sein.

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Nassenbeuren: Wolfgang Streitel ist neu in den Stadtrat von Mindelheim gewählt worden. Damit war er heißer Kandidat für das Amt des Ortssprechers. Weil mit CSU-Parteifreund Fritz Birkle ein zweiter Kandidat aus Nassenbeuren Stadtrat wurde, mussten sich die beiden einig werden. „Das haben wir schon vor der Wahl geklärt“, sagt der 38-jährige Streitel, der verheiratet ist und ein Kind hat. Vorgänger Herbert Kugler habe ihn schon gut auf seine Aufgabe vorbereitet.

Oberauerbach: Ortssprecher dort ist ebenfalls ein Stadtrat. Mit Georg Pfeifer (SPD) und Manfred Salger (CSU) standen zwei Kandidaten bereit. Pfeifer, der bisher Ortssprecher war, hat Salger gerne den Vortritt gelassen. Es sei das Richtige für Salger, der in allen Vereinen gut vernetzt ist. Salger ist selbstständiger Bäckermeister in Mindelheim (Fäßler), 43 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder.

Unterauerbach: Nachdem Bruno Maier relativ überraschend wenige Wochen vor der Kommunalwahl signalisiert hatte, dass er als Ortssprecher nicht mehr weitermachen will, ist Andreas Bader eingesprungen. Der selbstständige Schreinermeister findet, dass die Ortsteile unbedingt eine Vertretung brauchen. Deshalb hat er sich zur Verfügung gestellt. Bader ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

Gernstall: Erwin Buffler ist seit sechs Jahren Ortssprecher. Der 68-Jährige engagiert sich auch in der Arbeitsgruppe Lärmschutz, die Ende Juni wieder einmal zusammenkommt. Buffler hatte die Nachfolge von Franz Vogt angetreten, der Gernstall über viele Jahre vertreten hatte.

Mindelau: Christian Träger hat die Nachfolge von Hubert Klaus angetreten. Träger stammt ursprünglich aus Mindelheim und hat nach Mindelau geheiratet. Der Gymnasiallehrer unterrichtet in Ottobeuren Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Träger ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat lange überlegt, ob er wirklich in die großen Fußstapfen von Hubert Klaus treten kann. Weil Klaus aber versprochen habe, sich weiter um die Organisation des Bürgerhauses zu kümmern, sagte er zu. Die Mutter von Christian Träger war übrigens bekannte Hebamme in Mindelheim, sein Vater Bildhauer. (jsto)

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