Newsticker
RKI meldet 16.417 Neuinfektionen und 879 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Eltern müssen nicht für Kita-Notbetreuung zahlen

Gebühren

11.07.2020

Eltern müssen nicht für Kita-Notbetreuung zahlen

Benedikt Albrecht

Weil der Freistaat einspringt, müssen die jungen Familien nicht mehr für die Monate April bis Juni zur Kasse gebeten werden

Junge Familien in Türkheim können aufatmen: Die Gebühren für die Betreuung ihrer Kinder in der Kita der Marktgemeinde in den Monaten April bis Juni werden ihnen nicht von der Gemeinde Türkheim in Rechnung gestellt, auch wenn sie ihre Kinder in dieser Zeit in die dort angebotene „Notbetreuung“ geschickt hatten.

Auf rund 16.000 Euro summieren sich die möglichen Gebühren für die Kinder, die daheim waren und nicht betreut wurden bzw. betreut werden durften. Die tatsächlichen Kosten sind ein Vielfaches höher. Diese Zuschüsse sind aufgrund der relativ hohen Pauschalen des Freistaats Bayern für diese drei Monate höher als die Gebühreneinnahmen der Gemeinde für drei Monate (April bis Juni) bei Normalbetrieb ohne Corona. Grund dafür seien die im bayernweiten Vergleich niedrigen Gebühren in Türkheim.

Die Gemeinde hätte demnach rund 16.000 Gebühren für April bis Juni für die Kinder in Notbetreuung in Rechnung stellen können. „So können wir mit dem Verzicht auf die Notbetreuungsgebühren leben, weil der Gemeinde Türkheim damit insgesamt kein Nachteil entsteht“, erklärt Kämmerer Claus-Dieter Hiemer. Zur Erinnerung: Die Kindertagesstätten in Türkheim waren ab dem 16. März bis zum 24. Mai geschlossen. Danach wurde die Notbetreuung schrittweise zum 25. Mai und dem 15. Juni ausgeweitet.

Knackpunkt für den Staatszuschuss: Nur wenn die Einrichtung an keinem Tag besucht wurde und durch den Träger (Gemeinde) kein Beitrag erhoben wird, werden die Gebühren durch den Freistaat Bayern für die Monate April-Juni erstattet. Für Krippenkinder bezahlt der Freistaat dann 300 Euro, für Kindergartenkinder 50 Euro und für Schulkinder 100 Euro pro Monat. Für April waren es 26 Kinder, mit den Lockerungen waren es bis Ende Mai 129, im Juni mit 218 Kindern in „Notbetreuung“ herrscht zuletzt fast schon Normalbetrieb.

Unterm Strich ist der staatliche Zuschuss nun sogar um etwa 1000 Euro höher. So war es keine Überraschung, dass der Gemeinderat diesem Beschlussvorschlag einstimmig folgte.

Ebenfalls eine Formalie war die Bestätigung des neuen Zweiten Kommandanten der Feuerwehr Irsingen: Einstimmig sprachen die Gemeinderäte Benedikt Albrecht das Vertrauen aus, der jüngst zum Nachfolger von Jürgen Kreher gewählt worden war (MZ berichtete). Bürgermeister Kähler und mehrere Gemeinderäte danken dem neuen Kommandanten für sein Engagement.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren