Newsticker
RKI-Chef Wieler: "Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten"
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Feiertag für eine Wörishofer Sportlegende

Bad Wörishofen

01.10.2020

Feiertag für eine Wörishofer Sportlegende

Kurt Leuterer mit seiner Ehefrau Gertrud an seinem Ehrentag.
Bild: Schuster

Plus Kurt Leuterer war nicht nur ein geschätzter Geschäftsmann in Bad Wörishofen.

Viele Gratulanten gaben sich die Türklinke in die Hand: Kurt Leuterer, Bad Wörishofer Sportlegende, geschätzter Handwerker und Geschäftsmann, hatte Grund zum Feiern. Zum 90. Geburtstag gratulierte ihm auch Dritte Bürgermeisterin Michaela Bahle-Schmid im Namen der Stadt sowie des Landkreises und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Mit einer großen Abordnung vertreten war der TSV Bad Wörishofen sowie die Kolpingsfamilie.

Leuterers Großvater gründete in Wörishofen einen Schreinerbetrieb, den sein Vater mit dessen Bruder übernahm und den Kurt Leuterer in dritter Generation weiterführte. Mit seinen jüngeren Geschwister Josefa, Elisabeth und Fritz hatte Kurt eine schöne Kindheit, wobei er bereits viele Vorgänge in der Schreinerei kennen lernte. So war es voraus bestimmt, dass er im elterlichen Betrieb eine Schreinerlehre von 1945 bis 1948 absolvierte. Im Jahr 1953 besuchte er die Meisterschule in München, die er erfolgreich nach einem Jahr abschloss. Weitere Erfahrungen in seinem Beruf sammelte er in Ehingen und in Hamburg.

Als der Vater starb, kehrte Kurt Leuterer nach Bad Wörishofen zurück

Als sein Vater im Jahre 1963 früh verstarb, kam Leuterer in die Kneippstadt zurück und übernahm den Betrieb. Hier lernte er auch seine große Liebe Gertrud Spies kennen, die aus Altena/Westfalen mit ihrer Mutter und Tante nach Bad Wörishofen gezogen war. 1967 heiratete das Paar. Sie wurden ein unzertrennliches Team. Gertrud führte nicht nur den Haushalt, sondern verkaufte auch Kleinmöbel, war im Büro und in der Schreinerei tätig. Auch seine Mutter Kreszentia arbeitete viele Jahre im Betrieb mit, bevor sie im gesegneten Alter von 96 Jahren verstarb. Im Schreinerbetrieb wurde hauptsächlich Innenausbau in den Hotels aber auch in Privathaushalten getätigt. Kurt Leuterer war hier ein kompetenter Ratgeber, auch wegen seiner ruhigen und bescheidenen Art. Bis zum Jahre 2005, also 42 Jahre, war Kurt Leuterer in seinem Schreinerbetrieb an vorderster Stelle zuständig, wobei er auch viele Lehrlinge ausbildete. Schließlich verpachtete er seinen Betrieb an zwei langjährige Mitarbeiter, die unter „Tischlerei Leuterer: Christian Schüll und Georg Stubenvoll“ firmieren.

Ein Trio aus Bad Wörishofen glänzte im deutschen Zehnkampf

Trotz der vielen Arbeit fand Kurt Leuterer stets beim Sport einen Ausgleich. Da sein Vater bereits im TSV Bad Wörishofen aktiv war, wurde Kurt im Jahre 1947 Mitglied im größten Verein in der Kneippstadt mit derzeit 12 Abteilungen. Zunächst begann er beim Turnen, wechselte dann zur „Krone der Leichtathletik“, dem Zehnkampf. In den Jahren zwischen 1965 und 1970 stellte der TSV Bad Wörishofen mit Kurt Leuterer, Erich Kriegisch und Viktor Sipple ein Dreierteam, das sich für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften qualifizieren konnte. Sie belegten in Hannover den dritten und in Karlsruhe den fünften Platz unter starker Konkurrenz.

Auch in der TSV-Vereinsarbeit brachte sich Kurt Leuterer ein. So war er von 1964 bis 1991 zweiter und danach bis 2005 erster TSV-Vorsitzender. Hier organisierte er die damaligen beliebten Faschingsbälle mit und ebenso die vielen Altpapiersammlungen, die Geld in die Vereinskasse spülten. Parallel in seiner Amtszeit leitete er auch neun Jahre die Sportabzeichenabteilung und war Prüfer bis zum Jahre 2019. Kurt und seine Ehefrau Gertrud legten das Sportabzeichen selbst ungezählte Male ab.

Wegen seiner großen Verdienste wurde Kurt Leuterer im Jahre 2005 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In der Freizeit waren Kurt und Getrud viel mit dem Fahrrad unterwegs. Sie besuchten kulturelle Veranstaltungen im Kurhaus und fuhren zu Opernaufführungen nach München.

Alles wird im Doppelpack unternommen und so soll es auch bleiben. Hierfür wünscht sich der Jubilar für sich und seine geliebte Ehefrau weiterhin eine stabile Gesundheit.

Lesen Sie auch:


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren