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Wohnen

16.12.2016

Großes Interesse an Sozialer Mitte

So soll die neue „Soziale Mitte“ in Ettringen aussehen. Sie bietet neben Wohnungen auch eine Begegnungsstätte und Service-Einrichtungen der Gemeinde.
Bild: WBG

Gemeinde und Wohnbaugesellschaft stellen Projekt vor und legen die Kosten offen

Großes Interesse zeigten die Ettringer Bürger bei der Auftaktveranstaltung zum Bauprojekt „Soziale Mitte“ in Ettringen. Die Gemeinde und die Wohnbau-Gesellschaft (WBG) Mindelheim hatten zum Informationsabend geladen. Mehrmals mussten die Organisatoren im Mehrzweckraum der Grundschule nachbestuhlen, um dem Ansturm zu begegnen. Insgesamt 90 Interessierte waren vor Ort.

Und die waren neugierig, von den WBG-Geschäftsführern Florian Schuster und Franz Anwander über den Fortschritt des Bauvorhabens zu erfahren. Wie bereits berichtet, wird die WBG an der Hauptstraße 13 im Ortskern von Ettringen eine weitgehend barrierefreie Wohnanlage mit 13 Eigentumswohnungen errichten. Zwei davon erwirbt die Gemeinde, um sie als Eigentümer direkt weiterzuvermieten.

Die Anlage in schwäbischer Architektur soll über eine Tiefgarage sowie über Aufzüge verfügen. Die günstigste Wohnung kostet 171000 Euro, die teuerste 288000 Euro. Auch die Empfehlungen für die Mieten liegen mit 6,50 Euro bis 6,80 Euro pro Quadratmeter voll im marktüblichen Bereich. Und doch soll die „Soziale Mitte“ mehr bieten als nur Wohneinheiten im Dorfzentrum.

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Schließlich hat die Gemeinde Ettringen der Wohnbaugesellschaft für das Projekt ein Filetstück in der Ortsmitte geboten. Im Tausch wird die Gemeinde Eigentümer eines Gemeinschaftsraums, der als Begegnungsstätte für die Bürger genutzt werden kann. Zudem werden in dem Komplex, für den die Wohnbau-Gesellschaft vier Millionen Euro investiert, ein Service-Center der Gemeinde sowie ein Raum, in dem Senioren sich Rat holen können, zu finden sein. Auch der Ettringer Verein „Dahoum“ und die Türkheimer Tagespflge Dübbel ziehen in das Gebäude ein. Ein Kümmerer ist ständig vor Ort.

Nachdem die Reaktion der Ettringer auf die „Soziale Mitte“ anfangs recht verhalten war, sprechen die Gemeinde und die Wohnbau-Gesellschaft mittlerweile von einem „gelungenen Projekt“.

Inzwischen ist die Baugenehmigung vom Landratsamt erteilt. Mitte nächsten Jahres können die Bagger anrollen.

Bürgermeister Sturm rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren, sodass die Wohnungen gegen Mitte oder Ende 2019 bezugsfertig sein dürften.

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