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Flohmarkt

13.08.2016

Hier feilscht sogar der TV-Experte mit

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4 Bilder
Der Bayerische Flohmarkt in Irsingen ist für Anton Weber aus Mindelheim (links) ein Pflichttermin, Jahr für Jahr. Sein Neffe Markus geht ihm an dem geräumigen Stand mit Bildern, Spiegeln und Lampen zur Hand.
Bild: Maria Schmid

In Irsingen beginnt der größte Tummelplatz für Antiquiertes in Bayern. Weil Ludwig Hofmaier von der Sendung „Bares für Rares“ gerade Drehpause hat, bietet auch er seine Schätzchen hier an – und macht ein Angebot.

Für Händler und Privatleute steht fest, der große „Bayerische Flohmarkt“ auf dem Gelände in der Nähe der Autobahnausfahrt der A 96 bei Irsingen ist für sie „Die pure Lust am Handeln“. Und das nun bereits zum 20. Mal. Einmal im Jahr auf dem größten Flohmarkt Bayerns stehen, verkaufen, oder als Suchende die nützlichen und kuriosen Dinge des Alltags oder ganz einfach etwas Besonderes finden, das ist bei jedem Wetter ein Abenteuer.

Für Ludwig Hofmaier ist es deutschlandweit der größte Tummelplatz für Altes und Antiquiertes. Er kennt sich aus, geht seit Jahren auf Antikmärkte und bringt auch einige Schätzchen mit, die er unter anderem in der Fernsehsendung „Bares für Rares“ eingekauft hat. Seit drei Jahren ist er in dieser Sendung von Horst Lichter einer der Gutachter und Käufer seltener Schätzchen. Da zurzeit Drehpause ist, wird er die Besucher des Flohmarktes auch mit Autogrammen glücklich machen können. Und natürlich ist er bereit, kostenlos den Wert alter und antiquierter Stücke, Schmuck, Bilder und anderes, die die Besucher auf dem Dachboden, im Keller oder in der guten Stube hängen, liegen oder stehen haben, zu schätzen.

Sein eigenes Hobby sind alte Spazierstöcke und bayerische Bierkrüge. Der 75-jährige hatte früher ganz andere Ambitionen. Der 1,55 Meter große Mann war Deutscher Meister im Bodenturnen und Weltmeister im Handlaufen. Vor allem mit seinem Lauf von Regensburg bis zum Papst im Vatikan in Rom machte er von sich reden. Er lief die Strecke von 1070 km auf Händen. Und was den Flohmarkt in Türkheim betrifft, sagt er: „Ich bin zum zweiten Mal hier und werde immer wieder kommen.“

Seit vielen Jahren ist auch Anton Weber aus Mindelheim dabei. Sein Neffe Markus hilft ihm fleißig, alle die kleinen und großen Gegenstände wie Bilder, Spiegel, Lampen, Zinnsachen auszupacken und hübsch zu ordnen und zu präsentieren. Als Anton Weber sich eine Fellmütze – es ist kühl und regnerisch – aufsetzt, lacht er und meint: „Der nächste Winter kommt bestimmt.“ Für die drei Tage, Samstag, 13. August, Sonntag, 14. August und Montag 15. August, jeweils von morgens sechs bis abends 18 Uhr, wird es gewiss erlebnisreich. Hier sind die Wetterprognosen sehr günstig. Das wird natürlich auch die jüngsten Besucher freuen. Auf sie wartet ein buntes Programm. Außerdem gibt es eine 150 Meter lange kulinarische Meile mit besonderen Gaumenfreuden und einen bayerischen Biergarten. Dazu gehört auch das Catering von Robert Lindner. Er ist schon seit rund 15 Jahren dabei, auch schon, als der Flohmarkt noch auf dem Gelände der ehemaligen Firma Schneider in Türkheim stattfand. Damals betrieb er noch das seltene Dampf-Riesenrad zur Gaudi der Besucher. Was gibt es sonst noch? Da sind Franz Gassler mit gemischten Waren und seine Frau mit Ein-Euro-Artikeln. Emil Mayer ist seit 21 Jahren vor Ort, behält den Überblick und erwartet in diesem Jahr wieder rund 600 Händler. Einige würden alle drei Tage bleiben, andere nur einen Tag. Das stehe jedem frei. So wie den Besuchern, sich das für sie Beste auszusuchen.

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