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Saison

06.08.2011

Im Unterallgäu sprießen die Glückspilze

Sage und schreibe 25 Zentimeter groß ist der Steinpilz, den Korbinian Schneider (li.) und Luca Wohlhaupter in der Nähe von Eppishausen gefunden haben.
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Sage und schreibe 25 Zentimeter groß ist der Steinpilz, den Korbinian Schneider (li.) und Luca Wohlhaupter in der Nähe von Eppishausen gefunden haben.
Bild: Foto: Familie Wohlhaupter

Dieses Jahr ist die Ausbeute besonders gut

Dirlewang ,,Des einen Freud ist des anderen Leid“: Während zurzeit viele Unterallgäuer über das schlechte Wetter jammern, könnte es für Pilzesammler kaum besser sein. Denn dank der feucht-warmen Witterung schießen die Pilze nur so aus dem Boden – darunter auch die beiden Prachtexemplare, die zwei Unterallgäuer Familien in der Nähe von Eppishausen und Dirlewang entdeckt haben.

Luca Wohlhaupter (6) aus Eppishausen und sein Freund Korbinian Schneider (7) aus Haselbach können in der Tat als echte „Glückspilze“ bezeichnet werden. Die beiden haben bei Eppishausen einen 25 Zentimeter hohen Steinpilz gefunden, der einen Durchmesser von 28 Zentimetern hatte und 819 Gramm wog. Die zwei Buben waren zusammen mit den Eltern auf Pilzsuche, als sie auf dem Heimweg den außergewöhnlichen Fund machten.

Sowohl Luca als auch Korbinian haben ihr Wissen über Pilze von ihren Eltern, die selbst leidenschaftliche Sammler sind. Die Familien gehen während der Pilzsaison zwei- bis dreimal die Woche in die Pilze. So einen Fund wie beim letzten Mal haben sie, „trotz extrem guter Bedingungen dieses Jahr“ noch nie gemacht. Laut Lucas Mutter dauert die Steinpilzsaison noch circa zwei Wochen an, bevor dann die Braunkappensaison beginnt.

Im Unterallgäu sprießen die Glückspilze

Auch Petra Aufmuth ist mit dem Pilzbestand dieses Jahr zufrieden. ,,Zwar gab es auch im letzten Jahr viele Pilze, dieses Jahr fiel die Beute jedoch besonders gut aus.“ Die Dirlewangerin hat vor einigen Tagen ebenfalls einen riesigen Steinpilz gefunden: Er war 20 Zentimeter groß und hatte einen Durchmesser von 18 Zentimetern.

Mit dabei waren Tochter Juliane Aufmuth und Vater Theo Wenig, die ob der Größe des Fundstücks nicht schlecht staunten. Wie alle passionierten Pilzsammler verrät auch Petra Aufmuth den genauen Fundort des Glückspilzes nicht. Nur so viel: Sie habe ihn sich in der Umgebung von Dirlewang in den Korb gelegt. Angesicht solcher Funde ist es kein Wunder, dass sie so gerne Pilze sammelt. Zumal sie sehr naturverbunden ist und gerne in den Wald geht. „Die Pilzsuche ist da ein toller Nebeneffekt.“

Auch Tochter Juliane konnte Petra Aufmuth für ihr Hobby begeistern und so kommt es, dass die Familie an den Wochenenden oft gemeinsam im Wald unterwegs ist. Ihr Wissen über Pilze hat Petra Aufmuth übrigens von ihrem Vater, Theo Wenig, der selbst leidenschaftlicher Sammler ist und sie schon als Kind zur Pilzsuche mit in den Wald genommen hat. Doch auch Bücher halfen ihr dabei, die verschiedenen Pilzarten kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, welche ungiftig sind und verspeist werden können. „Im Zweifelsfall hole ich mir aber einen Check-up von einem Experten.“

Doch was macht man mit so großen Steinpilzen? Ganz klar: Essen. Beide Familien haben die Riesenpilze noch am selben Tag verarbeitet. Während Petra Anmuth ein Pilzgericht mit Speckknödeln zubereitete, gab es bei Familie Wohlhaupter eine Pilzpfanne, die sich auch Luca und Korbinian schmecken ließen.

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