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Ettringen

04.08.2020

KULTur.gut 2020 findet erst 2021 statt

Geschäftsführer Johannes Müller (hinten) und Bürgermeister Robert Sturm bedauern die Absage von KULTur.gut 2020, freuen sich aber jetzt schon auf die Neuauflage im Herbst 2021.
Bild: Maria Schmid

Plus Coronabedingt wird das Kulturfestival auf Gut Ostettringen um ein Jahr verschoben.

Die „Aktion Hoffnung“ ist eine Hilfsorganisation der Diözese Augsburg und dem Katholischen Hilfswerk „missio“ in München. Wer hat sie nicht schon mal mit Kleidung unterstützt oder auch dort das Passende für sich gefunden? Es sind seit mehr als 30 Jahre Hilfe für verschiedenste Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa.

Die Organisatoren bedauern die Absage von KULTur.gut

Dass dazu ganz besonders jedes Jahr die KULTur.gut-Tage gehören, das war immer ein ganz besonderer Anlass, die hervorragenden Veranstaltungen im Gut Ost-Ettringen zu besuchen. In diesem Jahr heißt es Corona-bedingt: „KULTur.gut 2020 - Leider abgesagt“.

Geschäftsführer Johannes Müller und Ettringens Bürgermeister Robert Sturm bedauern das sehr. Nicht nur, weil sie den angesagten Künstlern für dieses Jahr absagen mussten, sondern vor allem, weil dadurch die Eintrittsgelder für die Aktion in diesem Jahr wegfallen. Jeder Euro ging immer zu 100 Prozent an das jeweilige Projekt.

Die sonstigen Auslagen wie Gagen der Künstler und anfallende Fixkosten für die Veranstaltungen wurden von Sponsoren getragen. Auch die Erlöse aus dem Catering fallen weg. Corona ist der Grund, warum die Veranstaltungen in diesem Jahr nicht stattfinden können. Johannes Müller und Robert Sturm sagen unisono: „Die Gefährdung ist zu groß, und das gilt, solange es keine Möglichkeit gibt, Corona einzudämmen. Wir möchten kein Herd für Infektionen sein.“

Die für dieses Jahr getroffenen Vereinbarungen mit den eingeplanten Künstlern gelten nun für das kommende Jahr (Programm siehe Infokasten).

Erlöse-Einbußen gibt es auch auf den anderen Bereichen von Aktion Hoffnung wie Sammlungen und Verkäufe. Doch Not macht erfinderisch, heißt es. Und so gibt es in diesem Jahr die Solidaritätsaktion für Hilfsprojekte in Albanien: Ein 35-köpfiges, ehrenamtliches Näh-Team fertigte in rund 900 Stunden über 3.500 Masken für den Mund-Nase-Schutz an, natürlich doppellagig und aus atmungsaktiver Baumwolle.

Dafür eigneten sich ganz besonders Herrenhemden. Es beteiligten sich auch Helferinnen weit über die Grenzen von Ettringen hinaus. Dazu gehörte auch das Leitungsteam vom Café City-Seelsorge in Kempten.

Das Café war geschlossen, statt dessen wurden Mund-Nase-Masken genäht. Dabei kam eine Spende von 350 Euro zusammen. Insgesamt wurden durch die große Nähaktion 18.000 Euro erzielt.

Mit 9000 Euro konnte Soforthilfe für die Solidaritätsaktion in Albanien gegeben werden. „Bildung und soziale Kompetenz für Kinder und Jugendliche in Albanien“, so lautet das diesjährige Projekt.

Die Aktion Hoffnung hilft jungen Menschen in Albanien

In einem problematischen Gebiet am Stadtrand von Shkoder, der fünftgrößten Stadt in Albanien, betreut die Ordensgemeinschaft „Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft“ junge Menschen aus sozial- und wirtschaftlich schwierigsten Verhältnissen. 80 Prozent der Eltern sind arbeitslos. Die Kinder leiden an Mangelernährung und Krankheiten.

Bei Jugendlichen besteht die Gefahr, in Kriminalität, Drogenabhängigkeit und Alkoholismus abzurutschen. Das Kinder- und Jugendzentrum „Arche Noah“ ist ein Angebot zur Betreuung und Ausbildung.

Es hilft 250 jungen Menschen und ihren Eltern. Albanien wird als „weißes Afrika“ bezeichnet und gilt als eines der ärmsten Länder Europas. Johannes Müller und Robert Sturm würden sich sehr wünschen, dass Besucher der KULTur.gut-Tage sich durch die Spende von 15 Euro (eine symbolische Eintrittskarte) oder von 39 Euro (ein symbolisches Abonnement) oder gerne auch mit mehr an dem Projekt beteiligen würden. Selbstverständlich gebe es auf Wunsch eine Zuwendungsbestätigung.

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