Ausbildung

13.02.2018

Lecker zum Abschluss

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Schulleiter Georg Renner (Mitte) mit den Prüfungsbesten Anastasiia Beskrylova und Ole Karim Schlenker.

Das große Prüfungsessen in Bad Wörishofen ist zugleich ein Prüfstein für die künftigen Gastgeber

Sie dürfen sich jetzt Gesellin und Geselle nennen, denn die Prüflinge der fünf Berufe des Hotel- und Gaststättengewerbes haben die Abschlussprüfung des Winters bei der IHK Schwaben bestanden. Den krönenden Abschluss genossen die geladenen Gäste, unter ihnen Bürgermeister Paul Gruschka, bei zwei aufeinander folgenden Abenden im großen Restaurant der Staatlichen Berufsschule, Zweigstelle Bad Wörishofen. Gesamtschulleiter Georg Renner aus Mindelheim berichtete bei der Begrüßung, es seien knapp 60 Prüflinge von ebenfalls 60 Prüfern geprüft worden. Das seien insgesamt rund 500 Prüfungsstunden, die ehrenamtlich erbracht wurden. Es gehe allen Beteiligten um die beste Ausbildung für die jungen Menschen. Dass die Prüfer sich intensiv mit der geleisteten Arbeit auseinandersetzten, zeigte sich bereits vor dem Essen mit der genauen Begutachtung der gedeckten Tische. Stimmt die Serviettenform? Ist das Besteck blitzblank? Selbst der Abstand des Bestecks zum Tischrand wurde überprüft. Dann erwartete die Prüfer ein Drei-Gänge-Menü.

Ein Koch hatte sich für das Hauptgericht „Duett von Maispoularde auf Portweinschmorgemüse mit Kartoffel-Sellerie-Püree“ entschieden, während ein anderer aus den Zutaten „Gefüllte Maispoulardenbrust an Thymianjus, Tomaten-Concassé in Champignos und Zitronenbulgur“ zubereitete. Schließlich war es Ole Karim Schlenker, der mit seinem Menü die höchste Punktzahl und damit die Note „Zwei“ erreichte. Er arbeitet im Valentin Schierhuber Restaurant in Vöhringen.

Die Hotelfachfrau Anastasiia Beskrylova aus Russland erreichte ebenfalls die Note „Zwei“. Die im Hotel Sommer in Füssen arbeitende junge Frau freut sich nun nach der bestandenen Prüfung und vier Jahren Ausbildung auf die kommenden zwei Monate, in der sie in die Heimat reist – um dann wieder ins Allgäu zu kommen.

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Doch nicht nur der letzte Prüfungsabend galt den jungen Gesellen. Bereits im Sommer hatte Oberstudienrätin Petra Kreiselmeyer die Idee, die Schulmeisterschaft am 24. November 2017 unter das Motto „Sternstunden“ zu stellen. Der damalige Außenstellenleiter Gerhard Weiß, die Lehrkräfte und Schüler waren sofort begeistert.

Immerhin bedachten die Gäste, Ausbildungsbetriebe, die Auszubildenden und Lehrerkollegen die Sternstundenboxen.

Doch es gab auch andere Gelegenheiten zu spenden, so beim Tag der offenen Tür mit Speisen aus den Heimatländern der Berufsintegrationsklassen, Canapés der BFS-Klassen 11 und 12 mit Herbert Zinsmeister und aus dem Kneipp-Restaurant machte Sebastian Seemüller ein Café mit selbst gebackenem Kuchen. Die Erlöse waren ebenfalls für die „Sternstunden“. Jetzt konnte der Scheck über 1420,65 Euro an Christine Eberle und Sandra Demmel von „Sternstunden“ für ihre Projekte persönlich übergeben werden. (sid)

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