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Auktion

10.10.2017

Martin Schulz und das leere Glas

Der Mindelheimer Alexander Hauk lebt seit ein paar Jahren in Berlin.
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Der Mindelheimer Alexander Hauk lebt seit ein paar Jahren in Berlin.

Wie es kam, dass der Mindelheimer Alexander Hauk ein Trinkglas des SPD-Vorsitzenden versteigert hat.

Würden Sie ein einfaches Wasserglas ersteigern, das als einzige Besonderheit aufweist, dass aus ihm der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schulz getrunken hat? Der aus Mindelheim stammende Alexander Hauk hat das Trinkglas auf einer Internetplattform angeboten und tatsächlich einen Käufer gefunden. Für 72 Euro ging der Zuschlag an einen Brandenburger aus Tutow.

Im Vergleich zu Souvenirs anderer Prominenter ist das freilich nicht viel. So soll das benutzte Taschentuch der Schauspielerin Scarlett Johansson bei einer Versteigerung 22 000 Euro eingebracht haben. Ein angegessener Toast von Sänger Justin Timberlake brachte rund 2700 Euro. Und ein gekauter Kaugummi von Sängerin Britney Spears war einem Verehrer sogar 12 500 Euro wert. Mit solchen Summen konnte Martin Schulz freilich nicht mithalten. Immerhin: Der glückliche Besitzer des 15 Zentimeter hohen und 6,5 Zentimeter breiten Wasserglases will den Betrag sogar noch verdoppeln. Denn die Aktion dient einem guten Zweck. Die Idee hatte Alexander Hauk, der seit ein paar Jahren in der Bundeshauptstadt lebt und bei einem Technologieunternehmen arbeitet.

In seiner Wahlheimat Berlin war er zufällig kurz vor der Bundestagswahl am Gendarmenmarkt vorbeigekommen, wo die SPD ihre letzte große Kundgebung vor dem Urnengang abgehalten hat. Da ist ihm das Glas von Martin Schulz ins Auge gestochen und er hat es sich als Andenken geben lassen. „Es war eine Spontanaktion“, sagt Hauk. Er habe sich überlegt, ob daraus nicht eine kleine Spendenaktion gemacht werden könne. Schließlich heiße es doch immer, jeder könne etwas für eine bessere Welt tun, auch mit kleinen Dingen.

Alexander Hauk findet, dass fehlende Pflegekräfte ein wichtiges Thema für die Politik sein sollten. Deshalb spendet der 42-Jährige den eingenommenen Betrag an den Deutschen Pflegerat. Das Geld solle Pflegekräften und Pflegern zugutekommen. „Mir ist auch wichtig, dass sich Menschen für etwas einsetzen und nicht einfach gleichgültig alles hinnehmen“, sagt er.

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