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Mindelheim

26.10.2018

Mindelheim ruft einen zweiten Ehrenbürger aus

Aus der Hand von Bürgermeister Stephan Winter (rechts) erhielt Manfred Schmid die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger der Stadt Mindelheim. Neben Olli Hirle hat die Kreisstadt nun zwei Ehrenbürger auf Lebenszeit.
Bild: Johann Stoll

Manfred Schmid ist unermüdlich für seine Stadt im Einsatz. Das Frundsbergfest geht maßgeblich auf ihn zurück.

Ehrenbürger, das ist die höchste Anerkennung, die die Kreisstadt zu vergeben hat. Auf Beschluss des Stadtrats Mindelheim hat Bürgmeister Stephan Winter am Mittwochabend auf einem Festakt vor rund 200 Gästen im Forum eine zweite Ehrenbürgerschaft auf Lebenszeit verliehen. Neben Olli Hirle wurde diese Ehre Dr. Manfred Schmid für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken auf höchst unterschiedlichen Feldern zuteil.

Winter sagte, Schmid habe sich in ganz besonderem Maße für seine Stadt eingesetzt. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben habe der Zahnarzt mit vielen wertvollen Impulsen bereichert. 2012 war Manfred Schmid bereits seiner Verdienste wegen mit dem Goldenen Ehrenring ausgezeichnet worden. Der Landkreis hat Schmid mit der Landkreis-Ehrennadel bedacht. Der so Ausgezeichnete hat es danach keineswegs ruhiger angehen lassen. Schmid übernahm den Vorsitz des Freundeskreises Alt-Mindelheim, ein für den Denkmalschutz in der Altstadt wichtiger Verein, wie der Rathauschef betonte.

In der Mindelonia bewies er komödiantisches Talent, außerdem war er als Schauspieler und im Kammerorchester in Mindelheim aktiv

Manfred Schmid war Gründungsmitglied des Kammerorchesters und hat dort jahrzehntelang Geige gespielt. Winter bescheinigte dem Ehrenbürger auch großes komödiantisches Talent. Die Kappenabende der Mindelonia, an denen Schmid maßgeblich beteiligt war, waren in den 70er Jahren legendär. Bei der Mindelonia war Schmid auch mehrere Jahre Vorsitzender. Auch als Schauspieler war Schmid auf Mindelheimer Bühnen zu erleben.

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Sein wohl wichtigstes Engagement betraf den Frundsberg Festring. 1973 organisierte Schmid das letzte Kinderfest. Auf der Landshuter Hochzeit 1975 ließ er sich davon inspirieren, das Mindelheimer Fest als Kinder- und Erwachsenenfest neu zu erfinden. Das Frundsbergfest in der heutigen Form als eines der größten historischen Feste Deutschlands geht laut Bürgermeister Winter auf Manfred Schmid zurück.

Bis heute moderiert Manfred Schmid beim Mindelheimer Frundsbergfest

Von 1977 bis 1990 war Schmid Vorsitzender des Festrings. Und bis heute dient er dem Fest als Moderator, wenn sich die prächtigen Festzüge an den Sonntagen auf den Weg durch die Maximilianstraße machen.

Eher zurückhaltend hatte Schmid auf das Werben der CSU reagiert, in die Kommunalpolitik einzusteigen. Er hat sich überzeugen lassen und war 18 Jahre lang Stadtrat. Zwölf Jahre lang stand Schmid der CSU-Fraktion als Sprecher vor.

Der Erhalt der Altstadt hat Schmid „niemals ruhen lassen“, wie es Winter formulierte. So arbeitete er auch an der Planung für die Sanierung der Maximilianstraße mit.

Der neue Ehrenbürger war tief bewegt. Die Auszeichnung sei ihm eine große Ehre. Dass er sich so einbringen konnte, habe er seiner Frau Anneliese zu verdanken gehabt, die ihm immer den Rücken frei gehalten habe. Weggefährten und Freunden im Festring dankte er, die mitgeholfen hatten, „den Karren zu ziehen“.

Ganz nach dem Mindelheimer Motto: Nur Einklang bringt Wohlklang

Sein Einsatz habe immer seiner Heimatstadt gegolten. Und er erinnerte an den Wahlspruch der Stadt Mindelheim, nur Einklang bringe Wohlklang. Oder um es auf gut Schwäbisch in den Worten des früheren Ehrenbürgers Erwin Holzbaurs zu sagen: „Leit, haltet zehma, dann weat’s scho.“

Neben Manfred Schmid wurden weitere Persönlichkeiten geehrt. Zwei erhielten den Goldenen Ehrenring und vier weitere die Verdienstmedaille für ihr selbstloses Wirken für die Gemeinschaft.

Mehr über die Veranstaltung lesen Sie auch hier:

Ein großes Dankeschön den guten Geistern

Verdiente Anerkennung

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