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Mindelheim

14.05.2019

Mindelheimer sollen öfter aufs Rad umsteigen

Wie fahrradfreundlich ist Mindelheim? Das haben Radler aus der Frundsbergstadt für den großen Fahrradklima-Test des ADFC beantwortet. Gerade noch befriedigend, lautet das Gesamturteil. Bad Wörishofen schneidet gut ab, während es in Türkheim viermal „Mangelhaft“ hagelt.
Bild: Max Kramer

Die Stadt Mindelheim will das Fahrradfahren fördern. Dazu wird auch ein ehrenamtlicher Fahrradfreund gesucht.

Fast die Hälfte des klimaschädlichen Kohlendioxids geht in Mindelheim auf das Konto des Straßenverkehrs. Die Wirtschaft und die Haushalte sorgen für den Rest. Aus Sicht der Stadt wäre es also eine gute Idee, wenn weniger Auto gefahren würde. Wie aber lässt sich das machen?

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Im Umwelt-, Verwaltungs- und Bauausschuss warb Klimaschutzmanagerin Simone Kühn fürs Radfahren. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule könnten viel mehr als heute aufs Rad umsteigen, ist sie überzeugt. Mit einem bloßen Appell ist es aber nicht getan. Impulse erhofft sich Kühn durch den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Bayern. Die Stadträte folgten dem Vorschlag einstimmig.

Der Verbesserungsprozess für Mindelheim soll über Jahre andauern

Mit der Mitgliedschaft werde ein über Jahre andauernder Verbesserungsprozess eingeleitet. Will Mindelheim also zur fahrradfreundlichen Kommune aufsteigen, genügt es nicht, die geforderten 1000 Euro Jahresbeitrag zu leisten. Sie muss auch einen Kümmerer benennen, der etwa darauf achtet, dass im Winter die Hauptradwege geräumt werden. Hier will die Stadt einen ehrenamtlichen Fahrradfreund suchen.

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Die Arbeitsgemeinschaft hilft bei der Erarbeitung eines Konzeptes, wie das Radfahren in Mindelheim gefördert werden kann. Dazu kommen Verkehrsexperten in die Stadt und analysieren die jetzige Situation. Darunter sind auch Baufachleute. Diese Gruppe gibt dann Handlungsempfehlungen, die innerhalb von vier Jahren umgesetzt werden müssen, wenn die Stadt unter den als besonders fahrradfreundlich ausgezeichneten Kommunen Bayerns sein will. Weil die Radwege nicht an der Stadtgrenze enden, wird auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis gefordert.

Thomas Schnabel bat darum, den Mindelheimer Veloclub einzubinden

Eine Personalmehrung lehnte Bürgermeister Stephan Winter zwar ab. Er machte die Stadträte aber deutlich darauf aufmerksam, dass es zu Folgekosten kommen wird, wenn Vorschläge umgesetzt werden sollen. Thomas Schnabel (CSU) bat darum, den Veloclub einzubinden und dessen Fachwissen zu nutzen. Peter Miller (ÖDP) und Josef Doll (Grüne) sind begeistert, dass die Stadt mehr fürs Radfahren tun will. Manfred Salger (CSU) riet, auf Betriebe zuzugehen, um Anreize fürs Fahrradfahren zu schaffen.

Wie fahrradfreundlich ist Mindelheim bereits jetzt? Lesen Sie hier unsere Artikel zu dieser Frage:

Radler-Umfrage: Nur sieben Prozent sind zufrieden

So fahrradfreundlich ist das Unterallgäu

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