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31.07.2010

Nachahmen ausdrücklich erwünscht

Hier soll der Gewerbepark entstehen: direkt östlich des Marktes Pfaffenhausen (rechts unten) auf gleicher Entfernung zu Salgen (links oben). Foto: hlz
Bild: hlz

Pfaffenhausen/Salgen Das gut gelaunte Grinsen wollte weder Roland Krieger noch Johann Egger aus dem Gesicht weichen. Musste es auch nicht, schließlich bestand für die beiden Bürgermeister aus Pfaffenhausen und Salgen Grund zur Freude genug. In einer feierlichen Zeremonie hoben die Gemeindeoberhäupter den Zweckverband "Interkommunaler Gewerbepark Pfaffenhausen-Salgen" aus der Taufe. Damit endete am Donnerstag, was seinen Ursprung bereits im Jahr 1995 hatte. "Doch die Arbeit ist noch lange nicht getan, jetzt geht's erst richtig los", verkündete Bürgermeister Krieger den anwesenden Kollegen aus den Gemeinderäten sowie Landrat Hans-Joachim Weirather und Finanzstaatssekretär Franz Pschierer.

Zur offiziellen Gründung des Zweckverbands "Interkommunaler Gewerbepark" wählten die Verantwortlichen einen trefflichen Rahmen: der ehemalige Sitzungssaal im alten Rathaus Pfaffenhausen. "Hier wurden früher schon wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen, von daher passt der Ort schon mal", sagte Roland Krieger.

Für ihn sei es ein besonderer Tag, an dem für beide Gemeinden weitreichende strukturpolitische Weichen gestellt würden. Ein gemeinsamer Gewerbepark würde Pfaffenhausen und Salgen für die Zukunft bereit machen. "Wir arbeiten in so vielen Dingen schon zusammen, warum als auch nicht beim Gewerbe?", fragte Krieger rhetorisch.

Sein Amtskollege aus Salgen, Johann Egger, fand ebenfalls deutliche Worte für diesen besonderen Moment, zeigte aber auch, dass es einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten galt. "Das war mit sieben zu fünf Stimmen die knappste Entscheidung, die in unserem Gemeinderat je gefallen ist", sagte Egger. Jetzt ginge es darum, der Bevölkerung etwas zu bieten, dazu gehörten auch Arbeitsplätze in der nahen Umgebung.

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Pfaffenhausen und Salgen müssen weiter zusammenarbeiten

Johann Egger verglich die Gründung des Zweckverbands mit einer Heirat. "In einer Ehe muss man sich auch immer anstrengen, damit die Partnerschaft bestehen bleibt. Wir sind erst am Anfang des Weges."

Landrat Hans-Joachim Weirather bescheinigte dem Projekt eine Bedeutung, die über Pfaffenhausen und Salgen hinaus gehen könnte. "Ich hoffe, das wirft auch einen Glanz auf das gesamte Unterallgäu. Niemand möchte, dass wir die gewerbliche Entwicklung der Beliebigkeit preisgeben. Mit dem interkommunalen Gewerbepark ist ein Schritt in die richtige Richtung getan."

Entstanden ist die Idee zu dem Projekt nicht erst vor Kurzem, sondern vor beinahe 15 Jahren. "Ich habe einen Freund gebeten, Luftaufnahmen von Pfaffenhausen zu machen. Da hat man schnell gesehen, dass wir in der Dorfentwicklung nur nach Osten gehen können", erzählte Bürgermeister Krieger. Nach vielen Jahren der Diskussion und des Ideen Austauschens sei es nun endlich soweit, beide Gemeinden könnten an einem Strang ziehen. "Dass andere Gemeinden das Nachahmen, ist ausdrücklich erwünscht", sagte Krieger.

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