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Tussenhausen

14.01.2020

Nominierung von Bürgermeister Ruf in Tussenhausen ungültig

Amtsinhaber Johannes Ruf wurde von der Wählergemeinschaft Tussenhausen als Kandidat für die Bürgermeister-Wahl nominiert. Doch die Wahl ist nicht gültig.
Bild: Kramer

Plus Die Nominierung von Johannes Ruf in Tussenhausen wird überraschend für ungültig erklärt. So geht es nun weiter.

Nach der überraschenden Niederlage in seinem Heimatort Zaisertshofen im Dezember schien Bürgermeister Johannes Ruf am vergangenen Mittwoch ein Befreiungsschlag gelungen zu sein: Mit 116 zu 23 Stimmen setzte er sich auf der Nominierungsversammlung der Wählergemeinschaft Tussenhausen deutlich gegen seinen Widersacher Edgar Putz durch. Doch das Abstimmungsergebnis hat sich jetzt überraschend als Trugschluss herausgestellt – denn es ist ungültig.

Grund ist ein sogenannter „nicht heilbarer“ Ladungsfehler: Im Mitteilungsblatt der Marktgemeinde vom 18. Dezember heißt es, die Wählergemeinschaft halte am 8. Januar „ihre Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatswahlen 2020 ab. Nominiert werden die Kandidaten für die Wahlliste der Wählergemeinschaft.“

Bürgermeister-Wahl: Nominierung von Ruf wegen Formfehler ungültig

Da dabei die Nominierung eines Bürgermeister-Kandidaten nicht erwähnt wurde, eine solche aber stattfand, ist das Abstimmungsergebnis ungültig. Die Rechtsaufsicht im Landratsamt Unterallgäu, die den Formfehler überprüft hatte, bestätigte dies auf MZ-Nachfrage. Weitere Veröffentlichungen mit den korrekten Angaben zur Nominierungsversammlung fanden zu spät statt.

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Zumindest die Wahl der Gemeinderats-Kandidaten der Wählergemeinschaft ist gültig. Die Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten soll nun nachgeholt werden. Die zweite Versammlung der Wählergemeinschaft Tussenhausen findet am kommenden Sonntag, 19. Januar, statt. Beginn ist um 20 Uhr erneut im Café Berghof.

Nominierungsversammlung in Tussenhausen wird wiederholt

Dass die Bürger der Marktgemeinde bei der Kommunalwahl so oder so die Wahl zwischen Johannes Ruf und Edgar Putz haben werden, steht seit Sonntagabend fest: Auf der Nominierungsversammlung im Ortsteil Mattsies, zu der 147 Wahlberechtigte kamen und damit erneut außergewöhnlich viele, setzte sich Amtsinhaber Ruf klar mit 123 zu 22 Stimmen gegen seinen Herausforderer durch.

Rufs Name steht damit am 15. März auf dem Wahlzettel – vorausgesetzt, die Abstimmung fand diesmal unter korrekten Voraussetzungen statt.

Was bisher rund um die Bürgermeister-Wahl in Tussenhausen geschah, lesen Sie hier:

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