Ein Mann ist bei einem Unfall auf der Autobahn 96 zwischen Erkheim und Holzgünz ums Leben gekommen. Der 25-Jährige saß als Beifahrer in einem Auto, das am späten Samstagnachmittag in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurde. Der Fahrer habe mit seinem Wagen einem anderen Wagen ausweichen müssen, der für ein Überholmanöver den Fahrstreifen gewechselt hatte, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mitteilte.
Tödlicher Unfall auf der A96 zwischen Erkheim und Holzgünz
Bei dem Ausweichmanöver prallte der 27-Jährige mit seinem BMW mit voller Wucht auf einen Sattelzug. Der Fahrer des anderen Fahrzeuges war zuvor auf die A96 aufgefahren, hatte sofort auf die linke Fahrspur gewechselt, um den Sattelzug zu überholen. Der 65-Jährige übersah dabei den von hinten schnell heranfahrenden BMW.
Bei dem Aufprall auf den Sattelauflieger starb der 25-jährige Bruder des Fahrers, der auf dem Beifahrersitz gesessen hatte. Eine 24-Jährige, die auf der Rückbank des Autos saß, wurde schwer verletzt in das Klinikum Memmingen eingeliefert. Ebenfalls schwer verletzt war der Fahrer, der mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Kempten geflogen wurde. Der Sattelzugfahrer blieb unverletzt.
A96 in Richtung Lindau war nach Unfall am Samstag mehrere Stunden gesperrt
Der BMW und der Sattelauflieger mussten vom Abschleppdienst geborgen werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. Gegen den 65-jährigen Fahrer des Autos, das unmittelbar den Fahrstreifen gewechselt hatte, wurden nach Polizeiangaben Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen.
Die komplette Fahrbahn der Autobahn 96 in Richtung Lindau war aufgrund der Unfallaufnahme und Bergung für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Erkheim ausgeleitet. Die Feuerwehren Mindelheim und Erkheim sowie die Autobahnmeisterei Mindelheim waren vor Ort. (AZ)