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Jahreskonzert

08.06.2017

Wellness für die Ohren

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Ehrungen bei der Stadtkapelle (von links): 2. Vorsitzender Markus Seitz, Andreas Schuster vom ASM; Erwin Roiser (60 Jahre), Ernst Neumann (65), Lothar Lederle (60), Vorsitzender Florian Heiß und Dirigent Andreas Langanki.

Die Stadtkapelle Bad Wörishofen zieht alle Register und begeistert mit einem tollen Programm

Chapeau! Hut ab vor den Leistungen der Stadtkapelle Bad Wörishofen! Sie zeigten beim Jahreskonzert im Kursaal nicht nur ein von Dirigent Andreas Langanki sehr ausgewogenes Programm, sondern auch eine großartige Umsetzung, eine mehr als hörenswerte Interpretation der vielseitigen Werke. Die Stadtkapelle bot die „Highlights der vergangenen zehn Jahre“.

Unter diesem Motto bewiesen sie den von ihnen gewählten Slogan „Wellness für die Ohren“. Andreas Schuster, Präsident vom Bezirk 10 Mindelheim des Allgäu Schwäbischen Musikbundes, drückte es so aus: „Das sind zehn Jahre einer furiosen Entwicklung. Es ging schnurstracks nach oben, seit Florian Heiß den Vorsitz und Andreas Langanki das Dirigat übernahmen.

Die Anzahl der Musiker hat sich verdoppelt. Sie sind stärker und weiblicher geworden. Die Jungen mit den Alten und die Alten mit den Jungen, das funktioniert tadellos. Das ist ja der Wunsch und das Ziel vom Allgäu Schwäbischen Musikbund.“ Andreas Schuster war zu einem besonderen Auftrag des ASM gekommen. Er übernahm die Ehrung dreier verdienter Musiker, die zusammen für 185 Jahre aktiver Tätigkeit in der Stadtkapelle besonders bedacht wurden.

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Lothar Lederle und Erwin Roiser spielen seit sage und schreibe 60 Jahren in der Stadtkapelle. Sie erhielten natürlich Ehrennadeln und Urkunden. Für Ernst Neumann gab es eine eigens angefertigte Urkunde, denn für 65 Jahre Treue zur Blasmusik gab es beim ASM keine Urkunde, diese Anzahl an Jahren ist wohl einmalig. Florian Heiß listete einige Daten auf. So sei Ernst Neumann 1982 und 2015 aktiv an den Bezirksmusikfesten in Bad Wörishofen beteiligt gewesen und habe elf Dirigenten „verschlissen“.

Die drei Musiker hätten in 52 Wochen im Jahr 40 Musikproben absolviert, das seien 80 Stunden plus zwölf Kurkonzerte, also insgesamt 5520 Stunden oder 230 Tage. Die Gäste spendeten kräftigen und mehr als wohl verdienten Applaus für die drei Musiker. Die Ehefrauen erhielten als Dank für den Verzicht auf ihre Männer Blumensträuße.

Was mit einer lebhaften „A Huntingdon Celebration“ von Phillip Sparke zu Beginn zelebriert wurde, endete mit dem „Bad Wörishofer Festmarsch“ von Winfried Roch. Schon das zeigte die Bandbreite ihres musikalischen Könnens. Bei der Hans Christian Andersen Suite von Soren Hyldgaard fuhr ein Zug lautstark mit Pfeifen und Schnaufen durch den Kursaal, ein Abstecher vom „Europe By Railway“.

Aufbrausend und farbenfroh in den Klängen war schließlich die Weiterfahrt nach „Constantinople: A Poet’s Bazar“ mit orientalischem Flair. Gewiss keine leichte Aufgabe für die Musiker, aber großartig in musikalische Bilder umgesetzt. Ja, und dann kam Moderator Markus Seitz in Begleitung von Flötistin und Moderatorin Anja Filser, im neuen Dirndl der Musikerinnen, als „Phantom der Oper“ auf die Bühne. Eine etwas andere Ansage.

Dieses Medley aus dem Musical von Andrew Lloyd Webber hatte es in sich, vor allem dann, als ein Schrei die Gäste aufschrecken ließ. Anna Schmid hatte ihn ausgestoßen, im richtigen Moment. Ein Schmunzeln ging durch die Reihen des Publikums. Beim „Star Wars Medley“ war es Florian Heiß am Schlagzeug, der die Geschichten mit einer aufgesetzten Maske deutlich machte. Bei vier Stücken von Phil Collins kamen gleich vier Solisten zum Einsatz: Ingrid Baum, Oboe; Anja Filser, Querflöte; Zsolt Gazsarovszky, Posaune und Michael Schweiger, Trompete. Kaiserin Elisabeth von Österreich, die bewunderte Sissi, wurde im Musical „Elisabeth“ ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Ihr starker Wille zur Unabhängigkeit kommt beim bekanntesten Lied zum Ausdruck. Elisabeth Seitz interpretierte „Ich gehör nur mir“ großartig. Das war der absolute Höhepunkt eines Konzertes, das nur noch mit einem weiteren großen Musical fortgeführt werden konnte, der „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Die Begeisterung des Publikums war dementsprechend enthusiastisch.

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