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Futsal

20.01.2019

Der TSV Ottobeuren dreht den Spieß um

Vorjahressieger SV Steinheim kassierte in der K.o.-Runde zwei Platzverweise.
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Vorjahressieger SV Steinheim kassierte in der K.o.-Runde zwei Platzverweise.

Der TSV Ottobeuren gewinnt die Unterallgäuer Hallenmeisterschaft gegen die DJK Ost-Memmingen. Für den SV Oberegg endete das Turnier im Halbfinale etwas unglücklich.

Damit hätten die Spieler des TSV Ottobeuren selbst nicht so ganz gerechnet. Zwar sagte André Michels nach dem 4:1-Sieg seiner Mannschaft im Finale der Unterallgäuer Hallenmeisterschaft gegen die DJK SV Ost-Memmingen, dass es eigentlich fast immer die „Ostler“ und die Ottobeurer seien, die den Turniersieg untereinander ausmachten. „Aber nach der 0:4-Niederlage in der Vorrunde hätte ich damit jetzt nicht unbedingt gerechnet.“

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Doch im Endspiel am Sonntagabend in Hawangen nutzten der TSV Ottobeuren die etwas leichtfertige Defensive der Memminger gnadenlos aus und drehte den Spieß um. Deren Spielertrainer Naim Nimanaj – am Ende einmal mehr zum besten Spieler des Turniers gewählt – hatte im Finale die Ottobeurer Führung durch André Michels noch per Freistoß ausgleichen können. Dann aber sorgte Robin Böhning für das 2:1 – und in den letzten beiden Schlussminuten musste Ost-Memmingen alles auf eine Karte setzen: Der Kreisligist ersetzte den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler – und kassierte noch prompt zwei Gegentreffer ins verwaiste Tor durch Christian Kofler und noch einmal Robin Böhning. „Im Hallenfußball ist eben immer alles möglich“, sagte Michels, der bei der Siegerehrung auch den Pokal für den besten Torschützen entgegennehmen durfte.

Der TSV Mindelheim tritt mit der A-Jugend an

Und die Vertreter aus dem Altlandkreis Mindelheim? Der TSV Pfaffenhausen hatte mit dem Turnierausgang nichts zu tun und spielte als Letzter in seiner Vorrundengruppe um Platz sieben. Diese Partie ging dann mit 0:6 gegen den TSV Lautrach-Illerbeuren in die Hose. Zur Siegerehrung waren die Pfaffenhausener dann auch schon nicht mehr in der Halle. Der TSV Mindelheim hatte Pech: Die A-Junioren, die einzig durch Kreisligaspieler Gottfried-Hubert Wesseli einen Seniorenspieler in ihren Reihen hatten, schieden nur durch das schlechtere Torverhältnis in der Gruppe aus. Dabei schafften sie sogar das fast unmögliche – und holten gegen die DJK Ost-Memmingen einen 0:2-Rückstand auf und gewannen das Spiel noch mit 3:2. Letztlich aber reichte das nicht und die Mindelheimer spielten um Rang fünf. Den holten sie dann im Platzierungsspiel auch durch einen 2:1-Sieg gegen Gastgeber FC Hawangen.

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Noch einen Tick besser lief es für den Spitzenreiter der Kreisklasse Allgäu 2, den SV Oberegg. Der qualifizierte sich für das Halbfinale und schied dort unglücklich, aber letztlich verdient gegen die DJK Ost-Memmingen mit 0:1 aus. „Wir haben uns vorgenommen, hinten sicher zu stehen und diszipliniert zu spielen. Aber das frühe Gegentor war Pech“, sagte SVO-Trainer Thomas Hartmann. „Wenn Ost-Memmingen einmal führt, dann lassen sie den Ball laufen – und du läufst nur hinterher.“ Trotzdem war er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Es passt schon. Wir haben ja praktisch nie trainiert und haben das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen, auch erreicht.“ Im Spiel um Platz drei hieß der Gegner dann SV Steinheim.

Der SV Oberegg verliert das Spiel um Platz drei

Der Vorjahressieger fiel in den K.o.-Spielen vor allem durch einige Undiszipliniertheiten auf. So gab es im Halbfinale gegen Ottobeuren (0:3) ebenso einen Platzverweis wegen Meckerns, wie im Spiel um Platz drei gegen den SV Oberegg. Letztlich aber holten sich die Steinheimer den dritten Platz – dank ihres Torhüters Denis Tütem. Der war im Sechsmeterschießen wahrlich ein großer Rückhalt: Nicht nur, dass er mit dem Kopf die Latte berührte, er hielt auch einen Oberegger Versuch. Weil ein weiterer nur an den Pfosten ging, hieß es 4:3 für den SV Steinheim. Und Tütem wurde bei der Siegerehrung, die Landrat Hans-Joachim Weirather zusammen mit Kreisspielleiter Elmar Rimmel vornahm, als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet.

Ein neuer Modus soll den Hallenfußball wieder attraktiv machen

Am Rande des Turniers wurde außerdem bekannt, dass sich die schwäbischen Fußballfunktionäre bei ihrer Klausurtagung im Kloster Irsee am Wochenende dazu entschieden haben, die Hallenfußballrunde neu zu planen. So sollen die Kreisturniere in Zukunft terminlich enger aneinander ausgespielt werden, damit sich deren Sieger dann in der gleichen Saison an der schwäbischen Endrunde teilnehmen können. Die Qualifikationsturniere für die schwäbische Futsal-Meisterschaft sollen demnach entfallen, sodass auch die höherklassigen Mannschaften an den Kreisturnieren teilnehmen.

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