Special Olympics

28.05.2014

Prächtige Ausbeute

Eine erfolgreiche Truppe: (hinten von links) Betreuer Joachim Schuster, Anton Schuster, Alexander Frick, Erhard Fischer, Alexander Dell, Trainer Josef Hämmerle, (vorne von links) Betreuerin Corinna Dützer, Matthias Dangl, Matthias Linke, Frank Gelhard und Betreuer Luis Schmid.
Bild: Schmid

Alle Mindelheimer Radfahrer holen in Düsseldorf mindestens eine Medaille

Einer durfte ganz besonders stolz sein bei den nationalen Sommerspielen der Special Olympics, den Meisterschaften für geistig behinderte Menschen: Alexander Frick von den Unterallgäuer Werkstätten. Der 45-Jährige ist seit drei Jahren Mitglied der Radrennsportgruppe, die vom Velo Club Mindelheim trainiert und unterstützt wird. Seit dieser Zeit saß Frick immer fleißig im Sattel, absolvierte sogar regelmäßig das Wintertraining in der Halle und nahm an zahlreichen Wettkämpfen teil – ohne bisher eine Medaille gewonnen zu haben. Bis jetzt.

Denn ausgerechnet bei den nationalen Special Olympics in Düsseldorf gewann Frick zwei Goldmedaillen in seiner Leistungsklasse. „Er hat in den Kurven und bergab keine große Angst mehr“, sagt Joachim Schuster, der die Mannschaft in Düsseldorf betreut hatte. Nur einer aus der siebenköpfigen Mannschaft, die der Velo Club und die Unterallgäuer Werkstätten nach Düsseldorf entsandt hatten, war noch besser: Matthias Dangl gewann gleich drei Goldmedaillen in der Leistungsklasse 1 – und darf sich damit berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an den Weltspielen 2015 in Los Angeles machen.

Die Mindelheimer sind das stärkste Radteam

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Überhaupt waren die Wettkämpfe in Düsseldorf für die Mindelheimer ein einziger Erfolg. Alle sieben Fahrer im Trikot des Velo Club Mindelheim holten mindestens eine Medaille, insgesamt stellte der VC Mindelheim das leistungsstärkste Radteam der gesamten Wettkämpfe. „Es ist besser gelaufen, als wir alle erwartet hatten“, sagte Betreuer Joachim Schuster. „Alle unsere Fahrer sind sehr gut gefahren“, sagte er mit Blick auf die Ausbeute von acht Gold-, einer Silber- und vier Bronzemedaillen. Vor allem die Goldmedaillen in den höheren Leistungsgruppen seien eine Bestätigung für die gute Arbeit, die in Mindelheim geleistet wird. Denn: „In der Spitze wird die Luft dünner. Immer mehr Fahrer bekommen immer bessere Unterstützung. Das merkt man“, so Schuster.

Dennoch konnte sich Matthias Dangl in der höchsten Leistungsklasse gleich über drei Siege freuen: Im Zeitfahren über fünf Kilometer und 1000 Meter sowie im Straßenrennen über fünf Kilometer war er nicht zu schlagen. „In der Form ist er ein Kandidat für die Weltspiele“, sagt Joachim Schuster. Dafür muss er jedoch nicht nur nominiert werden, sondern benötigt auch die Zustimmung seiner Eltern und seines Arbeitgebers, der Unterallgäuer Werkstätten. In den kommenden Wochen wollen sich Schuster und Josef Hämmerle vom Velo Club Mindelheim mit der Werkstättenleitung und den jeweiligen Eltern der Fahrer treffen, um zu klären, welche Fahrer für die Weltspiele gemeldet werden sollen.

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