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Fußball

15.06.2019

SV Schlingen scheitert mit Protest

Höherklassige Spieler dürfen nur in Ausnahmefällen bei unterklassigen Teams ihres Vereins antreten.
Bild: Julian Leitenstorfer

Berufung gegen Spielwertung wird abgelehnt. Damit verpasst der Klub nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den Aufstieg.

Diesmal sind es drei Seiten, die den Sachverhalt und vor allem das Urteil erklärt. Wie berichtet hatte der A-Klassist SV Schlingen gegen die Spielwertung seines vorletzten Saisonspiels in der A-Klasse Allgäu 5 gegen den SV Mauerstetten 2 (1:1) Einspruch eingelegt. Der Vorwurf: Die Reservemannschaft des SV Mauerstetten hätte sich unerlaubt mit zu vielen Spielern aus der Kreisligamannschaft verstärkt.

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In der ersten Instanz stellte das Kreissportgericht Allgäu das Verfahren mit Verweis auf Paragraf 24 (Abs. 3) der Rechts- und Verfahrensordnung (RVO) ein. Darin heißt es: „Wird der Betroffene für nicht schuldig befunden, ist das Verfahren eingestellt.“ Punkt.

Der SV Schlingen bekam nicht einmal eine Begründung

„Wir haben nicht einmal eine Urteilsbegründung erhalten“, sagt Jürgen Ried, Fußball-Abteilungsleiter des SV Schlingen. Damit wollte sich der Verein nicht zufriedengeben, immerhin ging es um zwei verlorene Punkte und damit die Meisterschaft. Der SV Schlingen legte also Berufung ein – und blitzte nun erneut ab. Diesmal war das Bezirkssportgericht zuständig. Und das erklärte auf eben jenen drei Seiten, warum die Berufung als unbegründet zurückgewiesen wurde.

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So stellten die Richter fest, dass „die einschlägigen Bestimmungen [...] vom SV Mauerstetten eingehalten wurden und das KSG Allgäu die Anzeige des SV Schlingen zutreffend als unbegründet wertete“. Ein unzulässiger Spielereinsatz liege nicht vor.

Der Gegner reizte das Regelwerk aus

„Mauerstetten hat das Regelwerk halt bis zum äußersten ausgenutzt. Dabei ging es für die sportlich ja um nichts mehr“, sagt Ried. „Es ist eine Wettbewerbsverzerrung.“ Eine, die dem SV Schlingen die Meisterschaft kostete. Denn es bleibt bei der Wertung des Spiels, das 1:1 endete und dem SV Schlingen zwei Punkte kostete. Statt Platz eins und Aufstieg bleibt Rang drei – und damit ein weiteres Jahr in der A-Klasse.

Lesen Sie hierzu den Kommentar: Schafft die Ausnahme ab

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