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Handball

19.11.2019

TSV Mindelheim gewinnt nach kurioser Schlussphase

Der TSV Mindelheim um Johannes Heimpel gewann sein Auswärtsspiel in Dietmannsried.
Bild: Michael Lindemann

Plötzlich bleibt die Uhr in Dietmannsried Sekunden vor dem Ende stehen - beim Stand von 30:30. Die Mindelheimer Frauen verpassen eine Überraschung.

Unterschiedliche Gemütslage bei den Mindelheimer Handballern am vergangenen Wochenende: Während die Männer einen kuriosen Sieg in Dietmannsried feierten, unterlagen die Mindelheimerinnen dem Spitzenreiter.

Bezirksliga, Männer Gegen die HSG Dietmannsried/Altusried sorgten Maximilian Moser und Christian Stumpf mit je einem Doppelpack für die schnelle 4:1-Führung der Mindelheimer. Die Gastgeber blieben aber am Ball mit 7:7. Nun kam eine sehenswerte Phase mit guten Paraden von Leo Herrmanns im Tor, der postwendend einen schnellen Pass auf die „Flügelflitzer“ Manuel Gollmitzer oder Simon Twachtmann spielte und zu Gegenstoßtoren führten. 10:16 führten sie somit binnen zehn Minuten. Alexander Weikmann traf mit dem Halbzeitpfiff sogar zum 13:20 und innerlich war die Partie wohl schon gewonnen. In der zweiten Hälfte schwanden aber die Kräfte, denn nach einer Verletzung von Christian Stumpf war das Auswechselkontingent auf einen Akteur minimiert. Die Spielgemeinschaft nutzte diese Phase zum Ausgleich bis auf 27:27 in der 54. Spielminute. Jetzt ging es hin und her bis zur letzten ereignisreichen Spielminute.

Zählt das Tor der Mindelheimer?

Mit dem siebten Feldspieler kam Dietmannsried acht Sekunden vor Schluss zum 30:30-Ausgleich. Mindelheims Torwart Thomas Vogt reagierte blitzschnell mit einem schnellen Pass zu Alexander Weikmann, der schon am Anspielpunkt wartete und gleich zu Markus Gaum weiterspielte. Der traf in das noch leer stehenden Dietmannsrieder Tor zum 31:30-Siegtreffer. Doch gejubelt werden konnte noch nicht, denn aus ungeklärten Gründen blieb wohl die Uhr nach dem 30:30 stehen. Die Schiedsrichter gaben den Treffer jedoch, schrieben Dietmannsried aber noch weitere drei Sekunden Spielzeit zu. Da nun erneut das Uhr-Signal nicht ertönte, trafen die Gastgeber sogar das Tor, die drei Sekunden waren hier aber bereits abgelaufen und der Treffer zählte nicht. Glücklich fielen sich die Mindelheimer in die Arme. „Das war eine gute kämpferische Leistung von der Mannschaft. In der turbulenten Schlussphase noch so einen kühlen Kopf zu bewahren, obwohl die Kräfte schon am Ende sind, ist das, was Handball so attraktiv macht“, sagte Trainer Markus Gaum.

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Bezirksoberliga, Frauen Die Damen des TSV Mindelheim trafen auf die HSG Würm-Mitte 2 und fanden sich gegen den Spitzenreiter in der Rolle des Außenseiters wieder. „Wir haben nichts zu verlieren. Habt Spaß am Handball und ärgert sie“, gaben die Trainer Stefan Weber und Philipp Burtscher ihrem Team mit.

Die Anfangsphase war jedoch geprägt von Leichtsinnsfehlern und Fehlwürfen. Dadurch konnten die Würmtalerinnen mit 4:0 in Führung gehen. Erst nach neun Minuten nahm sich Chiara Ruiu ein Herz und erzielte das erste Tor für die Mindelheimerinnen. Doch auch dies half nichts. Zwar stand die Abwehr wie ein Bollwerk und auch Torhüterin Anita Dadic hatte einen guten Tag erwischt, doch Mindelheim bekam die Rückraumachse der HSG nicht in den Griff. So ging man mit einem enttäuschten 6:9-Rückstand in die Halbzeit. „Es ist noch nichts verloren. Nur neun Gegentore ist nichts. Das steht für unsere gute Abwehrarbeit“, motivierte Stefan Weber seine Mannschaft.

Die zweite Halbzeit begann gut für die TSV-Damen: Sie konnten den Rückstand verkürzen, liefen diesem aber weiter hinterher. Die HSG Würm-Mitte 2 legte jedoch einen Zwischenspurt ein und setzte sich dabei auf 17:10 ab – die Vorentscheidung. Zwar gaben sich die Mindelheimerinnen nie auf – Torhüterin Anita Dadic hielt ihr Team mit einigen Paraden im Spiel –, am Ende hieß es dennoch deutlich 15:22 aus Mindelheimer Sicht. (haba)

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