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Volleyball

21.01.2019

Türkheim profitiert von einer schweren Verletzung

Ein enges Spiel war die Bayernliga-Partie zwischen dem SVS Türkheim (links) und dem SSV Bobingen. Letztlich gewannen die Türkheimer knapp mit 3:2, profitierten aber von der Verletzung eines Bobinger Spielers im Tiebreak.
Bild: Andreas Lenuweit

Der SVS Türkheim gewinnt zwar das Heimspiel gegen den SSV Bobingen. Doch statt seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, zittert sich der Tabellenzweite in den Tiebreak. Dort kommt es dann zum abrupten Spielende.

Zwei Spiele, zwei Siege: Die Volleyballer des SVS Türkheim starten mit einer guten Bilanz in die Rückründe der Bayernliga Süd. Nach dem glatten 3:0-Sieg beim ASV Dachau III – immerhin Tabellenvierter – vom Samstag gingen die Türkheimer selbstbewusst in das Heimspiel gegen den SSV Bobingen. Die Gäste konnten tags zuvor ebenfalls einen Sieg verbuchen, sodass Türkheims Spielertrainer Robert Frey seine Mannen warnte, den Tabellenneunten nicht zu unterschätzen. Doch genau das taten die Gastgeber.

Gleich zu Beginn wurde den Türkheimern ihre unkontrollierte und unruhige Spielweise zum Verhängnis. Beim Spielstand von 12:12 gelang Türkheim zwar der Ausgleich. Doch selbst ein Drei-Punkte-Vorsprung im Anschluss reichte nicht, um den Satz zu gewinnen. Den Bobingern genügte eine Aufschlagsserie, um den Satz mit 25:18 zu gewinnen. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt und Türkheim spielte zu Beginn einen Vorsprung heraus und münzte diesen letztlich in einen 25:20-Satzgewinn um.

Viele Eigenfehler prägen das Türkheimer Spiel

Der dritte Durchlauf ähnelte dann dem Ablauf des ersten Satzes. Schnell zog der SSV Bobingen mit einem Vier-Punkte-Vorsprung davon. Die Türkheimer schienen mit der Spielweise der Gäste überfordert. Zudem war deren Spiel von vielen Eigenfehlern geprägt: Vor allem im Angriff und in der Abwehr konnte die Mannschaft nicht ihre gewohnten Stärken zeigen. Vier treffsichere Aufschläge von Robert Frey ließen den SVS zwar nochmals herankommen, doch die Bobinger behielten die Nerven und gewannen den dritten Satz mit 25:22.

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Türkheim ist in der Halle und auf dem Eis erfolgreich
Bild: Axel Schmidt, Andreas Lenuweit

Im vierten Satz schienen die Gastgeber ihre Sicherheit in der Annahme und in der Abwehr endlich gefunden zu haben. Hier ist besonders die Abwehrarbeit von Fabian Birkholz hervorzuheben, der den Liberoposten neu besetzte. Kraftvolle Angriffe von Fabian Scherer über die Diagonale und Schnellangriffe über die Mitte taten dann ihr Übriges und der vierte Satz ging mit 25:20 an den SVS Türkheim.

Im fünften und letzten Satz wollten die Türkheimer nochmals ihr Können unter Beweis stellen und die noch möglichen zwei Punkte für sich gewinnen.

Zwei Bobinger Spieler prallen zusammen

Der Tiebreak begann ausgeglichen und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Beim Spielstand von 5:5 kam dann aber das unerwartete und vorzeitige Ende des Spiels: Der Zuspieler des SSV Bobingen verletzte sich bei einer Abwehraktion nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler schwer am Ellenbogen. Da die Gäste nur zu sechst angereist waren und der Bobinger Spieler durch seine Verletzung spielunfähig war, ging der fünfte Satz mit 15:5 an Türkheim.

Die Freude über den Sieg wurde von den Sirenen des Rettungsdienstes getrübt, aber auch von der unzufriedenstellenden Leistung der Türkheimer. Die Mannschaft musste zwar sowohl auf den etatmäßigen Zuspieler Johannes Ackermann, den Mittelblocker Daniel Schneider und Außenangreifer Paul Barth verzichten, dennoch wurde Türkheim ihrer Favoritenrolle in dieser Begegnung nicht gerecht. (svs)

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