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SSV 1846 Fußball

20.04.2014

Chaostage bei den Ulmer Spatzen

Spatzen-Präsident Paul Sauter (links) und sein Vize Udo Mayer sind am Donnerstag zurückgetreten.
Bild: Horst Hörger

Das Präsidium der Fußballer des SSV Ulm 1846 ist zurückgetreten. Ein Investor verspricht einen Boom bei den Spatzen.

Paukenschlag beim SSV Ulm 1846 Fußball: Am Donnerstag haben Präsident Paul Sauter und sein Vize Udo Mayer ihren Rücktritt erklärt. Manche weitere Veränderung hatte sich im Verein nach dem Einstieg von Investor Thomas Pantelic und Teammanager Ivan Golac angedeutet, da der Verein finanziell schlecht dasteht und das Regionalligateam abstiegsbedroht ist.

Rücktritt kam überraschend

Zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend ist jetzt der Knall mit dem Abdanken des Präsidiums gekommen. Verantwortlich sind nun Pantelic und Golac. Zumindest bis zu den Neuwahlen bei der Mitgliederversammlung am 20. Mai. In einer Presseerklärung des Vereins heißt es unter anderem: „Der SSV Ulm 1846 Fußball strukturiert sich neu. Dieser Chance zur Neuausrichtung des Vereins möchte das aktuelle Präsidium nicht im Wege stehen.“

Die Neuausrichtung soll enorm sein, wie Geldgeber Thomas Pantelic verspricht: „Hier wird unter der Leitung von Uli Herbst und Jochen Krätschmer sehr gute Jugendarbeit geleistet. Da gibt es ein paar starke U19-Spieler. Wir wollen auch Topspieler aus dem Ausland holen. Unsere Vision ist es, von Saison zu Saison nach oben durchzumarschieren. Man wird hier einen Boom erleben, den die Ulmer Region noch nicht erlebt hat.“ Momentan müssen die Spatzen allerdings erst einmal alles tun, um die Regionalliga zu halten.

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Stellungnahme von Paul Sauter nicht zu erhalten

Paul Sauter ist im Urlaub und war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Klar dürfte sein, dass er sich aus finanziellen Gründen gezwungen sah, das Zepter an Thomas Pantelic zu übergeben, der zunächst als Bevollmächtigter den Verein leiten wird.

Zumindest bis zum 20. Mai. Dann werden die Mitglieder zur Wahl eines Präsidiums aufgerufen. Pantelic ist sich sicher, dass er dann zumindest die Jugendabteilung hinter sich haben wird.

Wie Pantelic zugibt, war die Beschäftigung von Ivan Golac seine Bedingung dafür, dass er als Investor einsteigt. Er sagt aber auch: „Wir haben niemand gezwungen zurückzutreten. Aber Paul Sauter hat alles entschieden, niemand durfte etwas kontrollieren. Er war überfordert.“ Dabei hat der Ex-Präsident schon länger geklagt, dass er bei seiner Arbeit zu wenig Unterstützung erhalte und dem Verein finanziell zu wenig geholfen werde. Er hat nach eigenen Angaben öfter in seine private Schatulle gegriffen, um Lücken zu stopfen.

Schon länger Gespräche über Zukunft

Gespräche über die Zukunft des Vereins hat es laut Pantelic schon länger gegeben. „Im vergangenen Dezember sind die Vorbereitungen angelaufen, dann habe ich einen Sponsorenvertrag unterschrieben“, so Pantelic, der auch auf eigene Rechnung mehrere Spieler zum Probetraining kommen ließ. „Darunter zwei aktuelle serbische Nationalspieler“, wie er sagt.

Den Regionalliga-Ansprüchen sollen sie aber nach Ansicht des Trainergespanns Herbert Zanker und Oliver Unsöld bis auf Goran Lovre nicht genügt haben. Und die Finanzierung der anderen Spieler war wohl auch nicht sofort gesichert.

Dagegen wurde Golac kürzlich als Teammanager installiert. Nun soll er als Cheftrainer die Spatzen zum Erfolg führen. Thomas Pantelic seinerseits hat weitere Pläne. Er glaubt, das geplante Nachwuchsleistungszentrum selbst stemmen zu können, sodass die Kooperation mit der Sportagentur MKI hinfällig werde. Das sei bekannt gewesen. So habe er sich im Frühjahr bei der MKI-Präsentation überfahren gefühlt. Was nun mit dem Zentrum passiert, scheint im Moment völlig offen zu sein.

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