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08.07.2010

Erstes energiesparendes Baugebiet

Steinheim Zu viele Lastwagen, Ärger über Wildparker und Sorgen wegen zu großer Schlaglöcher - größtenteils fielen die Themen, die die Steinheimer bei ihrer Bürgerversammlung zur Sprache brachten, nicht aus dem Rahmen. Nur die Klage, dass die Hecken zu kurz - statt zu nachlässig - geschnitten werden, machte hellhörig. Ein Bürger wies darauf hin, dass eine 1,40 Meter hohe Hecke unmöglich die 1,70 Meter hohen Container verdecken könne. "Bitte nicht wieder schneiden", lautete deshalb seine Anregung an die Stadtverwaltung.

Getan hat sich in Steinheim in den vergangenen zwei Jahren seit der letzten Bürgerversammlung trotzdem einiges: Im Norden des Stadtteils entsteht gerade ein rund zwei Hektar großes Wohngebiet, das Platz für 22 Grundstücke bietet. Wie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg berichtete, sind die Erschließungsarbeiten bereits abgeschlossen. Auch ein Rohr für ein Breitbandkabel gibt es bereits, sodass auch der Versorgung mit schnellem Internet nichts im Wege steht. Das Besondere: "Das ist das erste Baugebiet in Neu-Ulm mit LED-Straßenbeleuchtung", sagte Noerenberg. Die Lampen brauchen nur halb so viel Energie wie herkömmliche Straßenlaternen und halten fünf Mal so lange. Derzeit laufen Gespräche mit Baubewerbern, Mitte September sollen die Bauplätze vergeben werden.

Für den Ausbau des Radwegs zwischen Steinheim und Holzheim laufen derzeit die Verhandlungen über eventuelle Fördergelder. Im Vorfeld sei noch eine Verkehrszählung nötig, so Noerenberg, die am heutigen Donnerstag stattfinden wird. "Also fahren Sie alle fleißig Rad." Positives berichtete Stadtbaudirektor Andreas Neureuther von der Feuerwehr: Die Arbeiten am neuen Gerätehaus samt Garagenstellplatz wurden im April abgeschlossen. Er lobte ausdrücklich das Engagement der Feuerwehrler unter der Leitung von Kommandant Helmut Schick. Mit ihren 2200 freiwilligen Arbeitsstunden hätten sie entscheidend dazu beigetragen, dass der Kostenrahmen von 59 000 Euro eingehalten werden konnte.

Auch im Schulbereich tut sich etwas. Wie Bürgermeister Gerd Hölzel erklärte, werde es an der Grundschule Burlafingen ab dem kommenden Schuljahr zusätzlich zu einer ersten und zweiten Klasse auch eine jahrgangskombinierte Klasse geben. "Das stieß bei den Eltern zunächst auf Unverständnis", so Hölzel. Doch am Ende habe sogar das Los entscheiden müssen, welche Kinder in die Kombi-Klasse gehen dürfen, da der Andrang so groß war.

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Als schließlich die Bürger das Wort hatten, wurde unter anderem Unmut über die vielen Lastwagen in der Buchbergstraße laut. Rainer Finkel nahm die Lkw-Fahrer allerdings in Schutz: "Oft leitet das Navi die Fahrer dahin, weil es der günstigste Weg ist." Allzu viele Schleichweg-Fahrer habe die Polizei in der Vergangenheit aber nicht ausfindig gemacht. Und OB Noerenberg versicherte: "Wenn die B 10 vierspurig ausgebaut ist, wird die Buchbergstraße sowieso dichtgemacht."

Eine andere Sorge, die mit dem Ausbau der Bundesstraße in Zusammenhang steht, hegt ein Landwirt. Dem Ausbau werde nämlich der Pendlerparkplatz neben der Autobahnauffahrt zum Opfer fallen, Ersatz soll an der Kreisstraße Richtung Steinheim geschaffen werden. Dort aber seien jetzt schon Wildparker unterwegs, die die Zufahrt zu seinen Wiesen blockieren. Laut Rolf Egert, Leiter des Fachbereichs Öffentlicher Lebensraum und Verkehr, beruhigte aber: "Ich weiß nicht, ob diese Überlegungen noch aktuell sind." (ssu)

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