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Großeinsatz

20.03.2015

Gasalarm schreckt Anwohner in der Illerwehrstraße auf

Baggerschaufel beschädigt Versorgungsleitung an Brückenbaustelle. Anwohner nie in Gefahr

Einen gehörigen Schrecken bekamen die Anwohner der Illerwehrstraße in Senden in den Vormittagsstunden des gestrigen Donnerstags. Bei Erdarbeiten mit einem Bagger wurde an der dortigen Brückenbaustelle eine Gasleitung beschädigt, weshalb knapp zehn Minuten lang unkontrolliert Gas ausströmen konnte. Kurz bevor die Gebäude wegen akuter Explosionsgefahr evakuiert werden sollten, gelang es Mitarbeitern der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) das Gas abzustellen, sodass die von Polizei und Feuerwehr ins Auge gefasste Räumeng der Häuser nicht mehr erforderlich war.

„Für die Bevölkerung in der Illerwehrstraße bestand nie eine Gefahr“, sagte Sendens stellvertretender Polizeichef Thomas Merk am Ende des Einsatzes.

Um 10.31 Uhr werde gestern Vormittag der Gasalarm ausgelöst. Wie sich herausstellte, hatte ein Baggerfahrer zuvor versucht, im Bereich der neuen Brücke die dortige Erdgasleitung freizulegen, damit sie an den unter der Brücke hindurchführenden Versorgungsstrang angeschlossen werden konnte.

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Dabei allerdings wurde die Leitung derart beschädigt, dass unkontrolliert Gas ausströmte. Zwar schüttete der Baggerfahrer sofort große Mengen Erde auf das Leck, allerdings konnte er damit nicht verhindern, das weiterhin größere Mengen an Erdgas in die Atmosphäre entwichen.

Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückte innerhalb weniger Minuten mit allen verfügbaren Kräften in der Illerwehrstraße an und sperrte den Bereich großräumig ab. Um 10.42 Uhr aber war die Gasleitung wieder geschlossen, sodass die Einsatzkräfte abrücken konnten. Auf den Baggerfahrer kommt nun möglicherweise ein Ermittlungsverfahren zu. Nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften hätte die Leitung nie mit dem Bagger freigelegt werden dürfen. „So etwas muss per Hand mit Schaufeln erledigt werden“, sagte Merk.

Die beteiligten Bauarbeiter hätten aber insofern Glück, dass nichts passiert und auch kein Sachschaden entstanden ist. (rost)

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