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Neu-Ulm

08.11.2017

Gesucht: Ideen fürs Neu-Ulmer Stadtjubiläum

Die ältesten Häuser Neu-Ulms, Schützenstraße 20 bis 26 standen schon vor der Stadterhebung und stehen immer noch - kaum verändert.
Bild: Gerrit-R. Ranft

Bürger und Vereine sollen die Festmonate zu 150 Jahre Stadterhebung im Jahr 2019 mitgestalten. Bei einer Infoveranstaltung gibt es bereits Vorschläge.

Die Vorbereitungen zu den Jubiläumsfeiern „150 Jahre Stadt Neu-Ulm“ im Jahr 2019 sind in ihre konkrete Phase getreten. In Reutti haben Bürgermeister Albert Obert und Projektleiter Ralf Mager erstmals den örtlichen Vereinen die „Kernideen“ zu den Jubelfeiern vorgestellt und alle zu Programmbeiträgen aufgefordert. Die Begeisterung unter den 35 abendlichen Gästen war eher zurückhaltend.

Eine gute Stunde lang referierten Obert und Mager in der Gemeinschaftshalle, wie sich Stadtrat und Verwaltung Vorbereitung und Ablauf des Jubiläums vorstellen, das vom 7. April bis zum 29. September gefeiert werden soll. „Und alle sollen mitreden, mitmachen und gemeinsam feiern“, warb Obert um Unterstützung durch Vereine, Initiativen und Privatpersonen.

Der Bürgermeister warf einen weiten Blick zurück in die Anfänge um 1811, als der Flecken Neu-Ulm – damals noch „ Ulm rechten Ufers“ genannt – aus drei Familien und ein paar Grenzsoldaten bestand. Die Aufnahme in den noch kleinen Kreis der bayerischen Städte folgte 1869, was 100 Jahre später mit einer Festwoche und einer achtzigseitigen Festschrift gefeiert worden sei. Ein Vierteljahrhundert danach erschien zur 125-Jahr-Feier die 650 Seiten starke und reich bebilderte „Geschichte der Stadt Neu-Ulm“.

Unter der Leitidee „Wir leben Neu“ soll sich nun alles versammeln, was die Stadt und ihre Stadtteile aufbieten können. Das Zusammengehörigkeitsgefühl solle gestärkt werden, sagte Obert. In die fünf „Kernthemen“ Identität und Image, Heimat und Geschichte, Zukunft unserer Stadt, Interkultur und Bildung führte Ralf Mager als Projektleiter ein. Sie sollen das monatelange Veranstaltungsprogramm gliedern. Da hinein sollen die Stadtteile ihre Ideen packen. Mithelfen sollen die örtlichen Vereine, die Kirchen, Privatleute. Die aus 20 Köpfen der Stadtverwaltung zusammengefügte Projektgruppe hilft dabei in jeder Phase, stellt auch Fördermittel bis 10000 Euro für Einzelveranstaltungen bereit – insgesamt 150 000 Euro.

Konkrete Ideen konnten die aus Reutti, Hausen, Holzschwang, Jedelhausen, Finningen und Gerlenhofen eingeladenen Vereinsvertreter noch nicht aufbieten. Auf die Frage, ob denn wie 1969 heuer auch wieder ein Umzug geplant sei, mochte Projektleier Mager nicht antworten, „weil ich noch nicht mit allen Ideen rausrücken darf“. Zur Nachfrage, ob Projekte der Stadtteile nur in der Innenstadt ausgeführt werden sollten, hieß es von Obert „eindeutig sowohl als auch“.

Weil Neu-Ulm doch noch immer weithin landwirtschaftlich geprägt sei, schlug jemand einen „Tag der offenen Landwirtschaft“ vor, was Obert für eine gute Anregung hielt. Vielleicht ließe sich so etwas auch gleich noch mit einer Traktorenschau verknüpfen. Eine gemeinsame Veranstaltung für alle Chöre und Kapellen der Stadt werde allerdings die räumlichen Kapazitäten sprengen. Auch ein Festzelt werde es sicher nicht geben, „weil wir dafür keinen Platz mehr haben“. Denkbar wohl eher, dass sich die Sportplätze im Muthenhölzle fürs Feiern eigneten. Ein Maibaum werde auf jeden Fall wieder am Rathausplatz aufgestellt. Obert selbst steuerte noch die Idee eines Tischtennisturniers bei. Auch eine Fußballstadtmannschaft könne er sich vorstellen, die gegen Ingolstadt oder Bayern antrete.

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