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Pfaffenhofen

16.03.2015

 „Grüne Oase der Ruhe“ kommt bei den Bürger an

Rund dreißig Bürger kommentierten im Anschluss an den Workshop zum Ortsgarten die Entwürfe der drei Planungsbüros.
Bild: Uta Wittkle

 Drei Planungsbüros entwickeln Ideen für den Ortsgarten in Pfaffenhofen. Es gibt eine Tendenz

Rund dreißig Pfaffenhofener wollten aus erster Hand erfahren, welche Vorschläge die Planungsbüros für das Areal nördlich des Rathauses erarbeitet hatten. Ein grüner Konterpart zum überwiegend steinernen Rathausplatz solle es werden, erklärte Stadtplaner Martin Schirmer, der gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister der Marktgemeinde Erwin Stötter und Bauamtsleiterin Julia Jedelhauser den Workshop begleitet hatte. Elke Berger und Stefan Wallerius vom Studio B aus München stellten sich den Ortsgarten im Wesentlichen als eine von Hecken eingefasste Grünfläche mit einladenden Sitzgelegenheiten vor. Im nördlichen Teil des Grundstücks könnten Beete für die Bewohner des benachbarten Seniorenheims angeboten werden, war eine weitere Idee der beiden Planer. Für Jugendliche dachten sie sich hölzerne Aufbauten rund um den alten Baumbestand, wo „Platz zum Kraxeln und Sitzen“ entstehen könne.

Senioren standen klar im Mittelpunkt des Lösungsansatzes von Anika Binder und Uwe Stacklies. „Was Ältern gefällt und gut tut, schadet auch Kindern und Jugendlichen nicht“, war das Credo der beiden Mitarbeiter des Planungsbüros Zeeb und Partner aus Ulm. Auch ihr Vorschlag sah eine frei nutzbare Wiese vor, aber auch weitere Elemente wie ganzjährig blühende Pflanzen, Elemente für Sinneserfahrung und einen Brunnen, der über ein Pedal zum Sprudeln gebracht werden kann. Eine Pergola könnte Schatten spenden, Bänke zum Platznehmen einladen. Binder und Stacklies war der Schutz der Anlieger sehr wichtig: Keines der gestaltenden Elemente solle direkt an der Grenze zu den Nachbarn platziert werden. Stattdessen wollten sie eine Hecke als Lärm- und Sichtschutz anpflanzen.

Ein „Ruhebereich, der Grün in Ortsmitte bringen soll“ war das Ziel der Planung von Thomas Lauterbach aus Markt Rettenbach. Auf dem Rathausparkplatz und beim Café gehe es lebhaft zu, war seine Überlegung. Deswegen solle im Ortsgarten, auch wegen der Anwohner, weniger „Action“ vorgesehen werden. Seine Ideen konzentrierten sich auf das Wesentliche: einen einladenden Park mit zentralem Weg, gestaltet durch Blumenbänke.

Die Reaktionen der Bürger, überwiegend Anlieger des Ortsgartens, waren positiv. „Den ganzen Tag haben wir Stress, Hektik, Lärm“, sagte einer. Eine „grüne Oase der Ruhe“ sei ein wichtiger Gegenpol.

Aktivitäten brächten nur Lärm in irgendwelcher Form, fand auch ein anderer. Diese zurückzuschrauben sei eine gute Idee. Positiv empfand eine Workshopbesucherin, dass die Planer alle daran gedacht hatten, den Ortsgarten durch Bepflanzung gegenüber den Anwohnern abzugrenzen.

Eine Bürgerin begrüßte die Ansätze, bei denen die Bedürfnisse von Senioren berücksichtigt worden waren. Der Ortsgarten müsse unbedingt für die Bewohner des neu gebauten Pflegeheims geeignet sein, fand sie. Offenbar sprachen die Ideen nicht nur die älteren, sondern auch die jüngeren Semester an: Den fünf Jugendlichen, die sich die Vorstellung der Konzepte angehört hatten, gefielen besonders die vorgeschlagenen Wasserelemente. Den Wunsch nach Ruhe seitens der Anwohner konnten die Jungen gut nachvollziehen. Sie stellten sich den Ortsgarten als attraktiven Treffpunkt vor, wobei sie auf Actionelemente verzichten könnten.

Dass alle drei Planungsbüros die westliche Zufahrt zu den Parkplätzen schließen und die so gewonnene Fläche in die Planung mit aufnehmen wollten, wurde kontrovers gesehen. Ein Bürger erklärte, dass die Zufahrt beim Marktfest für Lastwagen befahrbar bleiben müsse. Erwin Stötter erklärte auch, dass die Parkplätze auf der Westseite des Geländes sich nicht im Besitz der Gemeinde befänden.

Die drei Workshop-Konzepte und die Anregungen der Bürger sollen Ende März im nächsten Schritt ausgewertet werden. Dann wird entschieden, welches der drei Planungsbüros den Entwurf für den Ortsgarten gestalten soll. (uwt)

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