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Wahl

15.10.2018

Herbert Pressl aus Vöhringen bleibt Bezirksrat

Herbert Pressl zieht wieder für die CSU in den Landtag ein.
Bild: Roland Furthmair

Allerdings hadert der CSU-Mann mit dem allgemeinen Trend gegen seine Partei

Herbert Pressl ist ein alter Hase im Polit-Geschäft, der schon manche Schlacht geschlagen hat, doch kalt lässt es ihn trotzdem nicht, wenn seine Partei, die CSU, so stark verliert. Auch bei den Wahlen zum Bezirkstag wurde sie abgestraft und bekam nur 32,6 Prozent insgesamt, Pressls persönliches Erststimmenergebnis fiel mit 33,4 Prozent nur unwesentlich besser aus. Vor fünf Jahren hatte er noch 45,5 Prozent erreicht. Ihn wurmt, dass sich die „sehr engagierte Arbeit“ im Bezirkstag „nicht im Wahlergebnis widerspiegelt“. Die CSU habe in diesem Bereich viel gemacht, „doch das ist dem Wähler wurscht“. Das Bezirksergebnis sei dem Landestrend geschuldet nach dem Prinzip „mitgefangen, mitgehangen“. Es gelinge einfach nicht, die Leistungen unter das Volk zu bringen.

Lesen Sie dazu: Eine Watschn aus Neu-Ulm für den CSU-Mann

Was seine Partei anbelangt, so fordert Herbert Pressl eine „Neustruktur“. Das heißt für ihn: Parteichef Horst Seehofer müsse zurücktreten – allerdings auch Ministerpräsident Markus Söder: „Das wäre für mich ebenfalls notwendig.“ Er wolle lieber Sachpolitiker und keine „Alphatiere“, die möge die Bevölkerung ebenso wenig.

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Der Grüne ist auch ein Wahlsieger

Was die anderen Parteien betrifft, so ist die Bezirkswahl 2018 ein Spiegelbild der Landtagswahl. Auch hier wurden die Grünen zweitstärkste Partei mit 18,4 Prozent. Somit kann sich deren Kandidat Walter Zerb genauso zu den Siegern rechnen, denn er schaffte ein Erststimmenergebnis von 18,3 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde auch hier die AfD mit ihrem Kandidaten Stefan Raab, der 12,6 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen konnte. Insgesamt erreichte seine Partei im Stimmbezirk 12,3 Prozent.

SPD kann nicht punkten

Die großen Verlierer sind auch hier die Sozialdemokraten. Sie konnten mit ihrer jungen Kandidatin Seija Knorr nicht punkten. Die brachte es auf lediglich 10,9 Prozent der Erststimmen, was deutlich schlechter ist als das Ergebnis von Sabine Krätschmer vor fünf Jahren. Sie verbuchte noch 19,9 Prozent.

Dieter Wegerer profitierte kaum vom Höhenflug der Freien Wähler: 11,6 Prozent der Erststimmen, das ist nur wenig besser als vor fünf Jahren, da waren es 11,1.

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