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25.11.2017

In Nersingen läuft’s rund, im Kreis nicht

Freie Wähler blicken recht zufrieden auf Projekte in der Gemeinde. Kritische Töne bringt der Kreisvorsitzende ein

Im Lager der Freien Wähler (FW) herrscht Harmonie – das zeigte sich bei der offiziellen Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Etwa 15 Parteifreunde waren in den Gasthof Weiss nach Unterfahlheim gekommen – und erhielten neben einem Überblick über die wichtigsten Themen in der Gemeinde auch einen Einblick in die aktuelle Kreispolitik.

In diesem Jahr haben die Nersinger Freien Wähler ein neues Mitglied dazugewonnen, insgesamt sind es derzeit 42, wie Vorsitzende Heike Ritter den Versammelten erfreut mitteilte. Die bestimmenden Themen der Gemeinde waren in diesem Jahr der soziale Wohnungsbau, für den Nersingen mit der Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft zusammenarbeiten will, und das immer mehr zum Leben erwachende Gewerbegebiet an der A7, das bald durch ein Areal auf Neu-Ulmer Seite vergrößert wird.

Im kommenden Jahr steht die Erweiterung des Kindergartens in Leibi auf dem Plan. Der Bedarf an Krippenplätzen sei „doch drängender“ gewesen als zunächst angenommen, schilderte Gemeinderat Josef Klein. „Das haben wir jetzt auf die Reise gebracht.“ Weiter auf sich warten lässt dagegen die neue Grüngutsammelstelle und der neue Wertstoffhof in Straß. „Eigentlich hätte er diesen September in Betrieb gehen sollen“, so Klein.

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Kritische Schilderungen gab es an diesem Abend jedoch vor allem vom Kreisvorsitzenden Wolfgang Schrapp. Der Bellenberger sagte zu Beginn seiner Erzählungen: „Seit ich im Kreistag bin, habe ich das Gefühl, es fliegt uns alles um die Ohren.“ In der Debatte über die Kreiskliniken werde keine Entscheidung herbeigeführt, in Sachen Nuxit kritisierte er die Einstellung von Landrat Thorsten Freudenberger. Die Aussage, dass der Landkreis es auch ohne die Stadt Neu-Ulm schaffe und es ihm weiterhin gut gehe, halte Schrapp „für die gefährlichste, die der Landrat hätte machen können“. Und: „Es stört uns ganz gewaltig, dass er nichts tut. Er sitzt das aus.“ Stattdessen müsse man um die Stadt Neu-Ulm kämpfen. Und deren Oberbürgermeister Gerold Noerenberg gehe derzeit mit „Hochglanzflyern“ auf „Verkaufstour“.

Den Nersinger Freien Wählern gab er deshalb neben einem generellen Appell, die gesamte Partei müsse „ihr Profil schärfen“, eine Bitte mit auf den Weg: in der Öffentlichkeit Werbung zu machen. „Wir wollen Neu-Ulm nicht verlieren.“ (aat)

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