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09.12.2020

In die Römer-Apotheke in Wullenstetten zieht ein Lieferdienst ein

In die Räume der ehemaligen Römer-Apotheke in Wullenstetten zieht in Zukunft ein Liefer- und Abholservice.
Bild: Angela Häusler

Plus Die Römer-Apotheke im Sendener Ortsteil Wullenstetten steht leer, seit der Betreiber aufgehört hat. Welche Pläne der neue Besitzer nun mit dem Gebäude hat.

Essen statt Medikamente: Aus der ehemaligen Römer-Apotheke in Wullenstetten wird ein Abhol- und Lieferdienst. Das Vorhaben hatte der städtische Bauausschuss als Bauantrag auf dem Tisch liegen und genehmigte es am Dienstagabend. Die Immobilie wurde verkauft, nachdem der Betreiber der Apotheke altershalber aufgehört hatte (wir berichteten). Der neue Besitzer plant in dem Gebäude an der Römerstraße nun einen Lieferdienst und Wohnungen.

Der Bauantrag war eigentlich eine Formsache, da in dem Gebiet an der Römerstraße sowohl Wohnen als auch Schank- und Speisewirtschaften zulässig sind. Einige Räte zeigten sich jedoch irritiert, dass auf den eingereichten Plänen zwei Räume mit jeweils einer Theke geplant sind – mit zwei Eingängen. „Warum sind das zwei Bereiche, wenn ich nur mein Essen abhole und warum brauche ich für einen Lieferdienst zwei Kundentoiletten?“, fragte Edwin Petruch ( Freie Wähler). Stadtbaumeister Jörn Marx überlegte, ob es vielleicht zwei Lieferdienste seien, doch dazu könne er nichts sagen, das sei nicht Teil des Bauantrags. Abgesehen davon sei es nicht ungewöhnlich, im Gastraum auf sein Essen zu warten und dieser deswegen oft größer sei.

Reichen die Parkplätze vor Ort in Wullenstetten?

Zudem hinterfragte Stefan Lehmann (GfS), ob die Parkplätze reichen, vor allem da es gegenüber auch Gastronomie gebe. Gefordert seien für Abholdienste zwei Stück, die auch vorhanden sind. Für die Wohnung, die zudem im Erdgeschoss eingerichtet werden soll, sind weitere zwei Stellplätze geplant. Primus Schmid ( CSU) war zwar ebenso der Ansicht, dass die Parksituation in der Römerstraße schwierig sei, doch die geforderte Anzahl an Parkplätzen werde eingehalten.

Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) erinnerte daran, dass auch zu Zeiten der Apotheke Kundenverkehr herrschte. „Wenn es ein Restaurant wäre, hätte ich deswegen vielleicht auch Bauchschmerzen, aber nicht bei einem Liefer- und Abholservice“, sagte sie. Da sei die Zahl der Kunden mit Autos ähnlich hoch.

Aus Wullenstetten soll in Zukunft Pizza geliefert werden

Was genau in den zukünftigen Räumen verkauft werden soll, steht nicht in den eingereichten Unterlagen – interessiert hat es die Räte im Bauausschuss aber dennoch. Die Spekulationen gingen – auch wegen der zwei getrennten Bereiche – von Pizza über Döner bis Leberkäse. Bauausschuss-Mitglied Yusuf Cinici (BiSS) wusste aber genauer Bescheid und konnte aufklären: „Ich habe mich schon öfter mit dem neuen Besitzer unterhalten und bin mir sicher, dass dort ein Pizza-Lieferdienst reinkommt und nichts anderes.“

Gegen die Stimmen von Freien Wählern und Georg Schneider (SPD) stimmte der Bauausschuss für den Bauantrag. Bald heißt es also: Pizza statt Hustensaft.

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