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Neu-Ulm

22.03.2014

Jetzt wird der Wahlkampf heftig: Noerenberg-Lager attackiert Kröger

Detlef Körger wird vom Noerenberg-Lager attackiert.
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Detlef Körger wird vom Noerenberg-Lager attackiert.
Bild: Alexander Kaya

Junge Union unterstellt dem Herausforderer, im Berufsleben gescheitert und deshalb für das Amt des Stadtoberhauptes ungeeignet zu sein. Der spricht von einer „Schmutzkampagne“.

Die Vorwürfe sind nicht von Pappe: Laut Alexander Pietschmann, dem Ortsvorsitzenden der JU Neu-Ulm, „mangelt es Kröger an ökonomischer Sachkompetenz“. Nicht nur, dass dieser sich bei den Kosten „des höchst fragwürdigen und seit Jahrzehnten diskutierten Ausbaus der Straßenbahn nach Neu-Ulm um das Zwanzigfache verschätzt“ und von zwei Millionen anstatt 40 gesprochen habe. Pietschmann attestiert dem promovierten Wirtschaftsjuristen Kröger gar eine „fragwürdige Bilanz aus Zeiten in der privaten Wirtschaft“. Im Gegenteil zu den Ausführungen Krögers, die stets auf eine vermeintlich erfolgreiche Tätigkeit als Unternehmensberater schließen ließen, stünden Berichte aus dem vergangenen Jahr über Unternehmen wie die Xcelso GmbH oder die Mindwerk AG, „die nach der Mitwirkung Krögers im Kreise der Unternehmensleitung Insolvenz anmelden mussten“. Pietschmann: „Dabei sollte ökonomisches Wirtschaften für einen Oberbürgermeisterkandidaten als Kernkompetenz das wichtigste Einstellungskriterium sein.“

Die Hintergründe zur Kandidatur Krögers nennt Pietschmann „von Anbeginn an undurchsichtig“. Wiederholte Nachfragen zu seiner aktuellen beruflichen Tätigkeit habe Kröger stets abschlägig beschieden, belegbare Informationen zu erfolgreichen Projekten als Unternehmensberater aus jüngerer Vergangenheit sei er schuldig geblieben.

Der JU-Ortsvorsitzende weiter: „Es bleibt daher zu hoffen, dass die Kandidatur Krögers nicht als Flucht aus einer gescheiterten privatwirtschaftlichen Perspektive hinein in die schützende Hand des öffentlichen Dienstes zu verstehen ist.“

Jetzt wird der Wahlkampf heftig: Noerenberg-Lager attackiert Kröger

Detlef Kröger sagt zu den Attacken aus dem Noerenberg-Lager: „Dass das jetzt schmutzig wird, wundert mich nicht.“ Er sei „grundsätzlich ein sehr erfolgreicher Unternehmer“, der mehrere Firmen gegründet und dann mit Gewinn verkauft habe. Als Unternehmensberater und Sanierer habe er etwa die Weißenhorner Druckerei Mareis gerettet und die Neu-Ulmer Firma New Tal wieder auf Kurs gebracht. Dass sein Name immer wieder im Zusammenhang mit Firmenpleiten auftauche, liege in der Natur seiner Tätigkeit als „Helfer in der Not“. Einem Arzt werde ja auch nicht vorgeworfen, dass er mit Kranken zu tun hat, sagt Kröger.

Bei Excelso, einer Neugründung in der Computerbranche, habe er sich als Investor beteiligt und bei der späteren Insolvenz Geld verloren. Der Excelso-Gründer habe Firmenmittel veruntreut, gegen ihn liege ein Strafbefehl vor, sagt Kröger. Einkünfte erziele er derzeit vor allem als Unternehmensberater, allein in diesem Jahr haber er bereits einen fast sechsstelligen Betrag verdient. Zudem vertrete er für ein hohes Salär einen internationalen Großkonzern, dessen Namen er auf Wunsch des Kunden nicht nennen dürfe.

Die Unterstellung, als Unternehmer gescheitert zu sein, sei absurd: „Ich besitze Mehrfamilienhäuser in Bestlage“, sagt Kröger. Sollte er Neu-Ulmer Oberbürgermeister werden, dann werde er sich aus seiner Geschäftstätigkeit zurückziehen, seine Frau werde dann die Firmen übernehmen. „Ich finde es schade, dass eine Partei wie die CSU es nötig hat, jetzt im Wahlkampf zu solchen Mitteln zu greifen“, sagt Kröger über die Attacke aus der Jungen Union, spricht von einer „Schmutzkampagne“. Dass darüber hinaus auch anonyme „Warnungen“ vor ihm kursieren, wisse er durchaus, sagt der Oberbürgermeisterkandidat. Und erklärt dazu: „Ich bin oder war weder Scientologe noch Freimaurer und schon gar nicht pleite.“ "Kommentar Seite 25

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