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Spiritualität

16.01.2020

Kurse für Sinnsuchende

Bettina Hauguth und Pfarrer Martin Straub organisieren die Alphakurse in Vöhringen.
Bild: Ursula Balken

Sogar die Organisatoren waren überrascht, wie gut die Alphakurse in Vöhringen ankamen. Es gibt eine Neuauflage

Es war zunächst ein Versuch. Aber die Alphakurse kamen in Vöhringen so gut an, dass das Organisationsteam der Pfarreiengemeinschaft eine Neuauflage anbietet. Start ist am Freitag, 17. Januar, 19.30 Uhr, im Pfarrheim St. Michael. Sinn dieser Kurse ist, die Menschen wieder näher an den Glauben heranzuführen. Teilgenommen haben Personen verschiedener Religionen sowie Frauen und Männer aus freikirchlichen Gruppen.

Dekan Martin Straub und Bettina Hauguth aus Bellenberg berichten über die ersten Alphakurse in Vöhringen vor einem Jahr. „Den ersten Abend nennen wir Start-up, was in der freien Wirtschaft so viel bedeutet, wie eine Unternehmensidee auf den Weg zu bringen.

Unsere Gedanken waren, uns einer Initiative anzuschließen, die mittlerweile im kirchlichen Raum bekannt geworden ist“, erklärt Pfarrer Straub. Im vergangenen Jahr hatten die Kurse 40 Teilnehmer. Das habe sie selbst überrascht, sagt Straub.

Kurse für Sinnsuchende

Bettina Hauguth, Mutter von vier Kindern, engagiert sich in den Alphakursen. Sie zitiert Erfahrungen der ersten Teilnehmer. „Es gab Menschen, die durchaus kritisch an die Sache herangegangen sind. Sie waren der Meinung, sie bräuchten nichts Neues. Aber dann entdeckten sie, wie es ist, nach dem Glauben zu leben mit anderen darüber zu sprechen. Eine Frau bekannte, wie tief innerlich es sie berührt habe, dass andere Menschen für sie beten.“

Viele Menschen, so sagt Pfarrer Straub, stellen sich die Frage „Was verlangt das Leben von mir?“. Es gebe heute so viele Menschen, die auf der Suche nach Spiritualität sind. „Ich denke, dass wir in den Alphakursen eine Möglichkeit haben, seriöse und verlässliche Antworten auf Grundlage der Bibel zu finden.“

Alphakurse beginnen mit einem gemeinsamen Abendessen, um sich in einer ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen. Impulse werden durch Filme gesetzt, über deren Inhalt in kleinen Gruppen später diskutiert wird. Die Gespräche zwischen den Kursteilnehmern nähmen breiten Raum ein, sagt Straub.

Was die Alphakurse so besonders macht, ist die Offenheit und die Vertrautheit, wie die Teilnehmer miteinander umgehen. Das schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre. Im Laufe der elf Abende wird auch ein Wochenende in einem Kloster angeboten. „Da gibt es dann völlig neue Erkenntnisse“, sagt Bettina Hauguth. Pfarrer Straub spricht von einer „Kultur der Einladung“, durch die Glauben erfahrbar gemacht werden soll.

Themenstellung des jetzt beginnenden Kurses sind unter anderem „Wer ist Jesus?“, „Wie werden wir von Gott geführt?“ oder auch „Wie kann ich das Beste aus meinem Leben machen?“ Um klar zu machen, was die Alphakurse bedeuten, sagt Pfarrer Straub: „Die Menschen, die zu uns kommen, sind nicht unsere Schüler, sie sind unsere Gäste.“

Sich für den am Freitag beginnenden neuen Alphakurs anzumelden, ist nicht erforderlich. „Einfach zu uns kommen, da sein und schauen.“ (ub)

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