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Ulm

26.05.2017

Leichenfund in der Schillerstraße: Es war Mord

Die Obduktion des Toten ergab, dass er nicht an den Folgen des Brands starb, sondern an massiver Gewalteinwirkung. Das Opfer wohnte im vierten Stock dieses Hauses.
Bild: Thomas Heckmann

Der 64-Jährige, der am Dienstag in einem Mehrfamilienhaus am Ulmer Bahnhof gefunden wurde, ist Opfer eines Mordes geworden. Die Polizei ermittelt nun im Umfeld des Mannes.

Durch massive Gewalteinwirkung und dem daraus resultierenden starken Blutverlust starb der nach einem Wohnungsbrand in der Schillerstraße am Dienstag tot aufgefundene Mann. Dies teilt die Staatsanwaltschaft Ulm und das Polizeipräsidiums in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Opfer muss den Mörder gekannt haben

Weitere Einzelheiten zum Ergebnis der Obduktion des Toten nennen die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten noch in der Nacht umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, nachdem Anhaltspunkte für eine Straftat festgestellt worden waren. Bei dem Toten handelt es sich wie berichtet um den 64-jährigen Wohnungsinhaber.

Die Polizei geht wohl davon aus, dass das Opfer seinen späteren Mörder gekannt haben muss. Die große Frage: Wen ließ der unverheiratete Mann, der kurz vor seiner Pensionierung stand, in seine Wohnung? Der 64-jährige Lagerarbeiter eines Großhandelsbetriebs hielt sich nach Polizeiangaben regelmäßig in Gaststätten in und um den Bahnhof herum auf.

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Nun ruft die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung nach dem oder den unbekannten Tätern und fragt, wer Angaben zu Kontaktpersonen des 64-Jährigen machen kann. Gesucht werden auch Menschen, denen im Bereich der Schillerstraße, des Schillerstegs, des Bahnhofs und den umliegenden Gaststätten am Dienstag, in der Zeit zwischen 18 Uhr und 22 Uhr, „auffällige Personen“ bemerkt haben. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt ein Polizeisprecher und will – aus ermittlungstaktischen Gründen – keine Angaben machen, ob sich die Ermittlungen auf eine bestimmte Szene richten. Zudem dürfte die Polizei die Bilder der Überwachungskameras rund um den Bahnhof auswerten.

Ermittler fanden Hinweise auf Brandstiftung

Die Ermittler fanden in der Wohnung eindeutige Hinweise auf Brandstiftung. Am Donnerstag befragte die Kriminalpolizei im Wohnumfeld des Opfers zahlreiche Anwohner. Zur Gewinnung von Übersichtsaufnahmen und weiteren Erkenntnissen war ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Das 64-jährige Opfer einer Gewalttat lebte alleine im Obergeschoss des Eckhauses mit insgesamt zwölf Wohnungen. Wie berichtet, interessierte sich die Polizei insbesondere für rötliche Fingerspuren die neben der Klingelanlage im Eingangsbereich an die Hauswand geschmiert wurden. Dabei könnte es sich um die blutigen Fingerabdrücke des Täters handeln.

Wer Angaben zu Kontaktpersonen des 64-jährigen Mordopfers machen kann, den ruft die Ulmer Polizei auf, sich unter Telefon 0731/1880 zu melden.

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