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Einsatz

18.12.2018

Millionenschaden bei Großbrand auf Bauernhof

Ein Stall am Ortsrand von Leipheim ist am dritten Adventssonntag ausgebrannt. Etliche Tiere brachen aus und wurden per Drohne gesucht.
Foto: Mario Obeser

In Leipheim brennt ein Stall nieder, die Tiere fliehen auf die benachbarten Felder. Der Vorfall erinnert an ein früheres Unglück

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist im Landkreis Günzburg ein Millionenschaden durch einem Brand an einem Viehstall entstanden. Am dritten Adventssonntag kämpfte ein Großaufgebot von Einsatzkräften in Leipheim gegen die Flammen. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt.

Nachbarn hatten das Feuer als Erste bemerkt. Gegen 20.30 Uhr ging die Meldung über den Brand auf einem Bauernhof im Gemeindebereich Leipheim bei der Einsatzzentrale ein. Bei Eintreffen der Feuerwehren stand der Stall in Vollbrand.

Die Hauptaufgabe habe nun darin bestanden, ein Übergreifen der meterhohen Flammen auf das benachbarte Wohnhaus zu verhindern. Dies sei schließlich gelungen, berichtet die Polizei. Schäden durch die enorme Hitzeentwicklungen konnten aber nach Angaben der Feuerwehr nicht gänzlich verhindert werden. Neben landwirtschaftlichen Maschinen, Heu und Futtermitteln befand sich allerdings auch eine Werkstatt in dieser Stallung, in der sich Gasflaschen befinden. Diese stellen eine besondere Gefahr für die Einsatzkräfte dar.

143 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Die Polizei rückte mit mehreren Streifen an. Auch Brandermittler der Kripo kamen an die Einsatzstelle. Zwei Feuerwehrleute verletzten sich bei den Löscharbeiten. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus.

In dem Stall waren offenbar mehr als 100 Rinder und Schweine untergebracht. Wie viele Tiere dem Feuer zum Opfer gefallen sind, konnte die Polizei am Montag noch nicht sagen. Auch seien offenbar einige der Tiere weggelaufen. Da Tiere auch auf die umliegenden Felder flohen, musste die Kreisstraße zwischen Leipheim und Riedheim kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung flog mit ihrer Drohne, an der eine Wärmebildkamera verbaut ist, das betroffene Gebiet ab, um verstreute Tiere aufzuspüren. Den Sachschaden gibt die Polizei vorläufig mit geschätzt einer Million Euro an. Zur Brandursache können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen.

Der Vorfall weckt im Landkreis Günzburg Erinnerungen an den 22. Juni dieses Jahres: Damals war in Wattenweiler ein Viehstall in Brand geraten, 250 Tiere hatte der Besitzer noch rechtzeitig aus dem Gebäude retten können. Die Kriminalpolizei Memmingen äußerte im Wattenweiler Fall mit 1,3 Millionen Euro Schaden den Verdacht, dass der Brand fahrlässig verursacht worden ist. Beim Verbrennen von Papiersäcken in unmittelbarer Nähe zum Stall habe das entfachte Feuer in einem unbeaufsichtigten Moment auf das Gebäude übergegriffen.

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