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Ulm/Neu-Ulm/Landkreis

16.05.2019

Museumstag lädt zum Gucken und Mitmachen ein

Im Museum Ulm können Besucher die Fluxus-Ausstellung (im Bild) besichtigen – oder auch Schätze aus dem Depot entdecken.
Bild: Alexander Kaya

Am Sonntag bieten die Ausstellungshäuser und Galerien in der Region viel Programm bei freiem Eintritt.

Der Internationale Museumstag am Sonntag, 19. Mai, steht unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“. Was genau das bedeuten soll? Da zucken beim Pressegespräch die Vertreter der Museen, Ausstellungshäuser und Galerien aus Ulm, Neu-Ulm und Umgebung mit den Schultern. Für die mehreren Hundert erwarteten Besucher ist ohnehin etwas anderes wichtig, wie Sabine Presuhn vom Stadthaus erklärt: „Alle Häuser haben offen, alle Häuser bieten kostenlosen Eintritt.“ Und vielerorts gibt es dazu noch Führungen und ein spezielles Begleitprogramm, das sich oft an Familien richtet.

Gerade dieser Punkt ist den beteiligten Einrichtungen besonders wichtig, wie Presuhn erklärt. Denn wer schon als Kind gute Erfahrungen mache, komme später wieder, das lehre die Erfahrung. „Das ist eine Saat, die man sät.“ Das Spektrum solcher Aktionen ist beim Museumstag groß, angefangen vom Workshop, bei dem Groß und Klein gemeinsam Bilder kolorieren im Stadthaus über eine Geschichtenerzählerin im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) bis zum „Macht-mit-Angebot“ in der Ausstellung „Hör mal, wer da guckt“ im Neu-Ulmer Kindermuseum.

Drinks zwischen den Skulpturen

Aber auch bei Erwachsenen trägt der Museumstag erfahrungsgemäß dazu bei, Hemmungen abzubauen, unter anderem bei den privaten Galerien, obwohl bei diesen der Eintritt immer frei ist. Und auch Genießen ist ausdrücklich erlaubt: beim Budapester Kaffeehaus im DZM ebenso wie auf der Dachterrasse der Kunsthalle Weishaupt, wo zur Feier des Tages Drinks zwischen den Skulpturen serviert werden. In der Villa Rot in Burgrieden-Rot, wo die Veranstaltung in den vergangenen Jahren laut Leiter Marco Hompes kaum zusätzliche Besucher brachte, kann man sich sogar um 16.01 Uhr ein „Bier nach vier“ genehmigen, direkt in der Ausstellung „Inspiration Meisterwerk“.

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Dieses Jahr beim Museumstag dabei sind zwölf Ulmer Häuser – das „Museum Brot und Kunst“ (vormals Museum der Brotkultur) ist wegen des aktuell laufenden Umbaus 2019 außen vor – und drei aus Neu-Ulm, dazu die Museen des Landkreises Neu-Ulm und die Villa Rot. Natürlich gibt es viel Kunst und Kulturgeschichte zu sehen, aber auch Wissenswertes aus anderen Bereichen des Lebens lässt sich erfahren. So widmet sich „Herr Zopf’s Friseurmuseum“ in Neu-Ulm der Geschichte des Haarefärbens, das Naturkundliche Bildungszentrum zeigt Tiere in der Stadt – und informiert über die Welt der Bäume. Es gibt aus Sicht der Organisatoren viele Gründe, warum sich der Besuch am Sonntag lohnt: Im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Museum etwa wird mit „Postproduktion: Stefan Wissel im Dialog mit Edwin Scharff“ eine neue Ausstellung eröffnet, im HfG-Archiv auf dem Ulmer Kuhberg endet die Gender-Design-Schau „Nicht mein Ding!“. Und wie schon in den vergangenen Jahren kann man beim Museumstag in Ulm und Umgebung auch etwas gewinnen: Wer im Begleitheft drei Rätselbilder korrekt dem entsprechenden Museum zuordnet und sich dort den Stempel holt, hat die Chance auf Preise wie ein Frühstück für zwei, Ausstellungskataloge oder sogar ein Kunstwerk.

Mehr zum Museumstag gibt es in der Broschüre, die schon jetzt in den beteiligten Häusern ausliegt.

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