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Neu-Ulm

30.11.2020

Polizei will Fahrraddiebe mit verdeckter Überwachung stoppen

Die Polizei will Fahrraddieben das Handwerk legen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Polizei Neu-Ulm setzt auf ein ganzes Paket an Maßnahmen und vermeldet erste Erfolge. Doch auch ein weiteres Fahrrad-Thema liegt im Fokus der Beamten.

Die Polizei Neu-Ulm beobachtet, dass die Zahl an Fahrraddiebstählen seit Anfang des Jahres leicht angestiegen ist, und fürchtet auf Grundlage von Hochrechnungen, dass die Zahl solcher Delikte in der nächsten Zeit deutlich steigen wird. Um dem entgegenzuwirken, haben die Beamten ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Dessen Bestandteile sind in den vergangenen Wochen bereits umgesetzt worden, teilweise auch mit Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei und die Operativen Ergänzungsdienste. Das meldet die Polizei in einer Pressemitteilung.

Demnach haben Beamte unter anderem das Umfeld des Bahnhofs Neu-Ulm verdeckt überwacht und Radfahrer gezielt kontrolliert. Dabei prüften die Polizisten die Herkunft des Rads – aber auch, ob das jeweilige Gefährt vorschriftsmäßig ausgestattet und funktionstüchtig war sowie ob der jeweilige Radler fahrtauglich war. Wie aus der Mitteilung der Polizei hervorgeht, beschäftigt das Thema Verkehrssicherheit von Fahrrädern die Beamten nicht zuletzt wegen der schneearmen und milden Winter der vergangenen Jahre inzwischen fast ganzjährig.

Kampf gegen Fahrraddiebe: Polizei Neu-Ulm zieht Zwischenfazit

Ende Oktober haben die Beamten ein Zwischenfazit der Überwachungen und der Kontrollen gezogen – und sie zeigen sich zufrieden.

Bisher wurden bei zusätzlichen Schwerpunktkontrollen insgesamt zwölf Fahrräder sichergestellt. Acht Räder stammten nachweislich aus Diebstahlsdelikten im Raum Neu-Ulm/Ulm, bei vier Rädern bestand diesbezüglich ein Anfangsverdacht. Deren Herkunft zu klären, gestaltet sich allerdings schwierig und dauert zum Teil noch an. Die Polizei will ihre Maßnahmen in diesem Bereich noch weiter ausweiten.

Bei Fahrraddiebstählen hat die Polizei Neu-Ulm in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben in ihrem Zuständigkeitsbereich eine wellenartige Entwicklung wahrgenommen. Ähnlich sei es bei der Aufklärungsquote, die sich zwischen knapp sechs und knapp 14 Prozent bewegte und immer sehr stark von der Überführung von Serientätern abhängig war.

Die Polizei warnt: Viele Fahrräder haben Sicherheitsmängel

Wegen Mängeln bei der Verkehrssicherheit hat die Polizei durchschnittlich jedes zweite Rad beanstandet. Hauptgrund waren demnach oft nicht vorschriftsmäßiges Licht und das verkehrswidrige Verhalten der Radfahrer. Radler waren insbesondere in der Innenstadt immer wieder auf Gehwegen unterwegs, sie überfuhren rote Ampeln, nutzen ihr Handy oder waren nachts betrunken unterwegs.

Gespräche mit Radfahrern, die sich bei Kontrollen ergaben, waren aus Sicht der Polizei gewinnbringend. Man habe die Kontrollierten etwa für mögliche Gefahrensituationen sensibilisieren können – beispielsweise dafür, sichtbar für Autofahrer zu sein oder Vorkehrungen gegen Diebstahl zu treffen. Gerade in Hinblick auf die dunkle Jahreszeit sei der Grundsatz „sehen und gesehen werden“ wichtig, so die Polizei. Beleuchtung, Reflektoren und auffallende Kleidung wie reflektierende Westen könnten dazu beitragen, Unfälle zu verhindern. Auch Helme stellten einen wichtigen Schutz dar.

Diebstählen können Radfahrer nach dem Rat der Polizeibeamten vorbeugen, indem sie ihre Gefährte immer abschließen und dazu ein hochwertiges Schloss benutzen. Für den Fall der Fälle sei es hilfreich, einen Fahrradpass mit der Individualnummer des Rads und im Idealfall auch ein Foto des Drahtesels zu besitzen. (az)

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