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Prozess
21.01.2020

Verletzte auf Straße zurückgelassen: Fahrer verurteilt

Das Ulmer Landgericht hat einen Mann zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Plus Das Landgericht Ulm urteilt: Dass der Autofahrer sich nicht um die verletzte Rollerfahrerin kümmerte, war versuchter Mord. Doch der Mann kommt glimpflich davon.

Wegen unterlassener Hilfeleistung ist ein 47-jähriger Autofahrer aus dem Alb-Donau-Kreis am Montagnachmittag nach dreitägiger Verhandlung unter anderem wegen versuchten Mordes von der zweiten Großen Strafkammer des Ulmer Landgerichts zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Mann war auf der B28 von nach Blaubeuren bei Seißen in einer steilen Kurve mit eine Motorradrollerfahrerin auf der Gegenfahrbahn kollidiert. Die Frau wurde durch den Crash an die Windschutzscheibe geworfen, sodass die Scheibe zerbrach. Rund 70 Meter fuhr der Fahrer mit der verletzten jungen Frau mit überhöhter Geschwindigkeit weiter, bis der Wagen sie auf die Straße abwarf. Der Fahrer fuhr einfach weiter und beging Unfallflucht. Der Grund: Der Mann mit 24 Vorstrafen wollte nicht wieder ins Gefängnis.

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