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Weißenhorn

23.03.2019

Regeln für das Parken in der Innenstadt werden einheitlicher

Zwei Stunden oder eineinhalb Stunden? Dauerhaft oder nur zu bestimmten Tageszeiten? Für das Parken mit Parkscheibe in der Weißenhorner Innenstadt gibt es bislang viele verschiedene Regeln. Der Bauausschuss hat nun beschlossen, ein einheitliches System zu schaffen.
Bild: Alexander Kaya

Der Bauausschuss beschließt Änderungen bei der Parkzeitbeschränkung in der Fuggerstraße und der Josef-Holl-Straße. Einen Antrag zur Beethovengasse lehnt er ab.

Gute Nachrichten für Autofahrer, die die bestehenden Parkregelungen in der Weißenhorner Innenstadt für verwirrend halten: Es wird bald einfacher. Denn die Stadt vereinheitlicht die zeitlichen Vorgaben. Somit gelten auch in der Fuggerstraße und der Josef-Holl-Straße künftig dieselben Regeln wie in der Altstadt und der Memminger Straße.

Konkret heißt das: Mit Parkscheibe darf ein Auto in den genannten Bereichen zwei Stunden lang abgestellt werden. Dies gilt allerdings nur montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und an Samstagen von 8 bis 13 Uhr. In der Schulstraße hingegen wird im Bereich zwischen Josef-Holl-Straße und Reichenbacher Straße keine Parkzeitbeschränkung eingeführt. Mit dieser Maßnahme würde aus Sicht der Stadtverwaltung Parkraum in Innenstadtnähe für Dauerparker verloren gehen, der dringend benötigt werde. Zudem fügte SPD-Stadtrat Herbert Richter im Bauausschuss hinzu, dass es dort in der Praxis auch keine Probleme gebe.

Zusätzliche Schilder an den Parkplätzen

Für die Josef-Holl-Straße hatte die Stadtverwaltung in ihrem Beschlussvorschlag für das Gremium zunächst keine zeitliche Einschränkung am Samstag vorgesehen. Im Sinne einer einheitlichen Regelung sollte die aber auch kommen, sagte Franz Josef Niebling (CSU). Und es gebe in der Josef-Holl-Straße auch Geschäfte, die samstagvormittags von vielen Kunden aufgesucht würden. Dem stimmten auch die anderen Räte zu.

Auf Vorschlag von Gunther Kühle (CSU) erteilte der Bauausschuss der Verwaltung auch den Auftrag, zusätzliche Schilder an den Parkplätzen am Hauptplatz, auf der Seite der Stadtpfarrkirche, anzubringen. Bislang gilt dort: Parken mit Parkscheibe ist generell nur zwei Stunden lang erlaubt, eine zeitliche Einschränkung dieser Vorgabe gibt es nicht – zum Ärger vieler Besucher der Gastronomie in der Innenstadt, wie Kühle sagte. Viele, die abends keine Parkscheibe eingelegt haben, hätten schon Knöllchen bekommen. So soll die Parkscheiben-Regelung dort künftig auch nur bis 18 Uhr gelten. Allerdings muss die Stadtverwaltung noch klären, ob sie die Zusatzschilder selbst anbringen darf. Denn als Teil einer Staatsstraße fällt der Hauptplatz möglicherweise nicht in den Zuständigkeitsbereich der Kommune.

Kein Durchfahrtsverbot für die Beethovengasse

Bei der Gelegenheit forderte Michael Schrodi (CSU), die Parkplätze neben der Kirche deutlicher zu kennzeichnen, damit Autos wieder geordneter abgestellt werden. „Da ist Chaos“, sagte Schrodi, der es auch besser fände, die Parkplätze rechtwinklig zur Straße einzurichten statt schräg. Dann könnten Fahrzeuglenker nach dem Ausparken nämlich leichter in beide Fahrtrichtungen ihren Weg fortsetzen.

Mehrheitlich abgelehnt hat das Gremium ein Durchfahrtsverbot für die Beethovengasse. WÜW-Stadtrat Bernhard Jüstel hatte beantragt, nur Anliegern die Zufahrt zu erlauben. Aus seiner Sicht müsse die Gasse von unberechtigtem Durchgangsverkehr befreit werden. Die Stadtverwaltung sieht das aber anders und schlug vor, den Antrag abzulehnen. Dem folgten die Mitglieder des Ausschusses auch, außer Jüstels Fraktionskollege Werner Weiss.

Ändern will die Verwaltung allerdings die Vergabepraxis bei Anwohnerparkausweisen für Gewerbetreibende in der Innenstadt. Vorgesehen ist, bei einem Neuantrag oder bei einem Antrag auf Verlängerung künftig nur noch ein Parkausweis je Gewerbe für die Kurzparkzone auszustellen. Einige Details dazu sind allerdings noch zu klären. Denn Weiss bemängelte, dass manche Formulierungen im Vorschlag zur Neuregelung zu unpräzise seien.

Berichte über weitere Beschlüsse des Weißenhorner Bauausschusses lesen Sie hier: Baugebiet am Waldrand ist gestrichen und So soll das Klima in den Klassenzimmern der Grundschule Nord besser werden

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