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Senden

23.02.2021

Sanierung im Hallenbad Senden wird größer: Auch die Brücke muss erneuert werden

Das Außenbecken im Sendener See- und Hallenbad wird ab Oktober saniert. Dazu kommen weitere Baumaßnahmen.
Bild: Alexander Kaya

Plus Der Außenbereich im See- und Hallenbad in Senden hätte eigentlich schon länger saniert werden sollen. Nun warten weitere Arbeiten.

Das See- und Hallenbad in Senden muss wohl in größerem Ausmaß saniert werden, als ursprünglich gedacht war. Betroffen ist derzeit von den Sanierungen vor allem der Außenbereich. Wie berichtet, hätten die Reparaturen eigentlich im vergangenen Jahr anfangen und der Außenbereich dann zur Badesaison 2021 wieder öffnen sollen, doch das war wegen zeitintensiver Ausschreibungen nicht möglich.

Die gute Nachricht: Den Sommer 2021 über macht das Freibad nun trotz weiterhin ausstehender Sanierung auf - danach steht einiges auf dem Bauprogramm, was den Außenbereich angeht.

Wann herrscht im Sendener Schiwmmbad wieder Regelbetreib? Das ist noch nicht klar.
Bild: Alexander Kaya (Archivfoto)

Im Frühsommer vergangenen Jahres gab es hitzige Diskussionen in den politischen Gremien der Stadt. Freibad öffnen oder schließen und sanieren? Die Mehrzahl der Stadträte entschied sich für die zweite Version. So hätten sich laut den Planungen der Verwaltung auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen, denn der Badebetrieb wäre unter den geltenden Corona-Hygieneregeln ohnehin nur eingeschränkt und mit zusätzlichem Personalaufwand möglich gewesen. Und irgendwann muss schließlich sowieso saniert werden, so der Tenor.

Kurze Zeit später stimmten die Räte dafür, ab Herbst das Hallenbad unter Einschränkungen wieder zu öffnen. Nun soll 2021 auch draußen wieder Badebetrieb herrschen. Danach steht dann das neue Außenbecken auf dem Plan, bei dem schon länger feststeht, dass es ersetzt werden muss. Nun kommen weitere Punkte dazu, die Fachleute im Dezember bei einer Begehung festgestellt hatten.

Eine neue Stahlbrücke kommt über das Außenbecken in Senden

Ein Teil davon ist die Betonbrücke, die draußen über den Bereich führt, an dem Schwimmer ins Außenbecken gelangen. Sie soll durch eine neue Stahlbrücke ersetzt werden, die rund 40.000 Euro kostet. Zum einen sei sie in einem "derart schlechten Zustand, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnen würde", wie die Verwaltung mitteilt. Zum anderen wäre sie schlichtweg zu niedrig, sobald das neue Außenbecken eingebaut ist. Denn das neue Edelstahl-Außenbecken liegt insgesamt etwa 50 Zentimeter höher als das alte. Es wird rundum einen Rand bekommen. Insgesamt muss dann auch die Brücke höher werden - sonst wäre der Abstand für die Schwimmer zu gering.

Auch die Decke über dem Ausschwimmkanal muss saniert werden, da sie brüchig ist, der Putz platzt laut Verwaltung in einigen Bereichen ab. Zudem sei der Untergrund nicht mehr tragfähig. Diese Renovierungen kosten circa 13.500 Euro. Zudem raten die Fachplaner aus Hygienegründen zu zwei Fußbecken vor dem Außenbecken (Kostenpunkt: 50.000 Euro).

Am Außenbecken gibt es einiges zu tun.
Bild: Alexander Kaya (Archivfoto)

Die Kinderrutsche am bestehenden Außenbecken kann weiter benützt werden, da sie in gutem Zustand ist. Wegen des erhöhten Kopfs des Edelstahlbeckens muss sie jedoch ebenfalls um das gleiche Maß höher gestellt werden. Dafür braucht es eine Art Podest. Die Verwaltung schlägt vor, dieses Podest breiter und mit einem Sonnendeck zu gestalten. So bekomme man eine "Mini-Attraktivitätssteigerung", diese koste jedoch auch mehr: 39.000 Euro statt 7000 Euro, die für das kleine Podest anfielen. Sprudelliegen oder Ähnliches im neuen Außenbecken seien nicht möglich, da die zugesicherte Förderung nur für Lehrschwimmbecken gelte. Für die gesamte Sanierung sind 1,9 Millionen Euro im Haushaltsentwurf 2021 veranschlagt.

Sendener Bad: Die Sanierung soll im Mai 2022 fertig sein

Die Sanierung soll im Oktober beginnen. Laut den Fachplanern ist eine Neueröffnung des Außenbeckens zum Start der Badesaison Anfang Mai 2022 "realistisch". Der Bauausschuss stimmte den weiteren Baumaßnahmen inklusive Sonnendeck zu. Er mahnte jedoch an, dieses Mal bei den Bauarbeiten Druck zu machen, damit auch wirklich zur Freibadsaison 2022 alles fertig ist. Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf sagte zu, für dieses "ganz klare Ziel" alles zu geben.

Auch in Sachen Rutschenturm hat der Stadtrat im Herbst beschlossen, sich für ein bundesweites Förderprogramm zu bewerben. Nun möchte sich zudem SPD-Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner für Fördermittel zur Sanierung einsetzen. Stadträtin Maren Bachmann (SPD) hatte sich an ihn gewendet. Für die Sanierung des Rutschenturms werden zusätzliche Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Brunner habe bereits für die Sanierung des Donaubades Bundesfördermittel einwerben können und wolle sich nun in Berlin auch für eine Förderung der Baumaßnahmen am Rutschenturm in Senden einsetzen: „Schwimmbäder sind wichtig für unsere Kommunen. Sie geben Sicherheit beim Schwimmenlernen, sind im Sommer oft das Ziel von Familien und Freundeskreisen und stehen für Freizeitqualität. Gleichzeitig sind sie im Unterhalt oft teuer und deshalb sind die Kommunen, die solch ein Schwimmbad betreiben, besonders zu unterstützen", so Brunner.

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