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Ulm

14.11.2017

Schon wieder Amok-Fehlalarm

Schon wieder Amokalarm an der Friedrich-List-Schule. Dieses Foto stammt allerdings vom Fehlalarm im September.
Bild: Alexander Kaya

Der Einsatz dauert noch an. Stadtverwaltung spricht bereits von einer technischer Panne.

Schon wieder Amok-Fehlalarm an der Friedrich-List-Schule. Und zwar doppelt: Um 11 Uhr und um 13.30 Uhr schellte es am Dienstag bei der Polizei. Nachdem sich die erste Alarmierung rasch als Fehler erwiesen hatte, riegelten Sondereinsatzkräfte die Umgebung der Friedrich-List-Schule nach dem zweiten Alarm sicherheitshalber vollständig ab. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte, rückte die Polizei mit „allem was laufen kann“ nacheinander zu zwei Einätzen an. Doch es seien Fehlalarme gewesen. Über die Anzahl der eingesetzten Kräfte wollte der Sprecher nichts sagen. Über die Gründe, die den Alarm ausgelöst haben auch nichts. Der Einsatz sei um 15.30 Uhr für beendet erklärt worden. Gerhard Semler, der Leiter der Abteilung Bildung und Sport, spricht allerdings auf Anfrage von einer technischen Panne, die am Dienstag gleich zwei Fehlalarme ausgelöst hätten. Konkreter Auslöser war nach Angaben einer Stadtsprecherin in beiden Fällen vermutlich ein defektes Bauteil der neu verbauten Alarmanlage. Zudem hätten am Dienstag Elektroarbeiten im Haus stattgefunden. Damit wurden an der List-Schule binnen weniger Monate drei Amokfehlalarme ausgelöst: Der erste zu Beginn des Schuljahres im September. Und dann heute gleich zwei – um 11 Uhr und um 13.30 Uhr. „Das sind drei Fehlalarme zu viel“, sagt Semler. Der Stadtsprecherin zufolge war die Ursache der beiden Warnungen am Dienstag eine andere als beim Fehlalarm im September. Die Polizei habe in allen drei Fällen sehr professionell reagiert und sei mit Sondereinsatzkommandos schwer bewaffnet angerückt, sagte Semler. Der Schreck sitze bei vielen Schülern immer noch tief. Dutzende Polizeiautos standen wie schon im September gedrängt am Hafenbad. Der Kornhausplatz und die Rosengasse wurden erneut mit Bändern abgesperrt. Und wieder waren schwer bewaffnete Spezialkräfte mit Maschinenpistolen in der Hand und Rammböcken auf der Schulter zu sehen. Ein furchterregender Anblick. Wegen nichts und wieder nichts. Semler verstehe, dass bei Eltern, Schülern und Lehrern große Verärgerung darüber bestehe, dass diese Amok-Alarmanlage ganz offensichtlich derzeit nicht zu kontrollieren ist. Die List-Schule ist nach Angaben von Semler die einzige Schule in Ulm, die offensichtlich Probleme mit der Amok-Alarmanlage habe. Und das, obwohl alle Anlagen in Ulmer Schulen grundsätzlich gleich konstruiert seien. Die Ausführungen bei großen Schulen wie der List-Schule oder auch der Robert-Bosch-Schule seien allerdings weit komplexer als bei kleineren Schulen. Nun würde mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit dem Hersteller und Technikern die Suche nach dem Fehler im System angegangen. Erneut. Bereits im September wurde angekündigt, dass das Problem behoben werde. Am heutigen Mittwoch soll wie geplant Unterricht stattfinden. (heo)

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