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Ulm

07.09.2019

So wird der Denkmaltag in Ulm ein denkwürdiger Tag

Es gibt viel zu sehen in Ulm – und noch ein bisschen mehr in der Nacht und am Tag des offenen Denkmals.
Bild: Alexander Kaya

Am Sonntag und am Vorabend warten zahlreiche Bauten in Ulm und Umgebung darauf, erkundet zu werden. Unter anderem öffnet eine Brauerei ihre Tore.

Deutschland schaut am Sonntag, 8. September, auf Ulm: Dann findet die bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals im Schatten des Münsters statt, gleichzeitig hat das Land Baden-Württemberg die Stadt zum Zentrum seiner Aktivitäten erklärt. Entsprechend viel ist am Wochenende rund um das Thema Denkmal geboten – nicht nur in Ulm, sondern auch im Landkreis Neu-Ulm. Wir geben ein paar Tipps, wie sich der Denkmaltag zu einem denkwürdigen Tag machen lässt.

Der Tag des offenen Denkmals bekommt, dank des Landesamts für Denkmalpflege, eine Nacht des offenen Denkmals vorgeschaltet – bereits am Samstag, 7. September, gibt es an vielen Orten in Ulm Führungen und besondere Angebote – bequem zu erreichen mit dem öffentlichen Nahverkehr, der in der Stadt derzeit samstags kostenlos ist. Den Auftakt zur Denkmalnacht bildet die Eröffnung der Ausstellung „Baudenkmal HfG – Die Ästhetik des Einfachen“ am Münsterplatz 25. Wer lieber Musik als Design mag, wird auf der Wilhelmsburg fündig, wo ab 19 Uhr zuerst das Folk-Duo Liffey Looms und danach die Jazzrocker Kraan auftreten – Karten für das Konzert gibt es an der Abendkasse. Letzteres gilt auch für die audiovisuelle Performance „Resonanzen“, die um 21 und 23 Uhr ein weiteres Mal im Münster zu sehen ist: Ein bekanntes Denkmal in neuem Licht, das passt zu dieser Nacht.

Tag des offenen Denkmals: bundesweite Eröffnung in Ulm

Dieses Angebot gab es in Ulm noch nie: Die Stiftung Denkmalschutz öffnet am Sonntag sieben Ulmer Denkmale, die mit ihrer Unterstützung derzeit saniert werden. Besucher können von 13 bis 16 Uhr mit Handwerkern, Architekten und Bauforschern ins Gespräch kommen und live erleben, was es bedeutet, ein Gebäude denkmalgerecht instandzusetzen. Geöffnet sind: Bockgasse 4, Kohlgasse 18, Pfluggasse 6, König-Wilhelm-Straße 38, dazu das Festungsmuseum im Fort Oberer Kuhberg, die KZ-Gedenkstätte im Fort Oberer Kuhberg DZOK und der Neue Friedhof. Um 13 und um 15 Uhr führt Kunsthistoriker Eckhard Wegner zu den ersten vier genannten Denkmälern. Interessierte können sich per E-Mail an info@tag-des-offenen-denkmals.de für einen der Rundgänge anmelden.

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Das Proviantmagazin 1 der Bundesfestung Ulm befindet sich auf dem Gelände der Brauerei Gold Ochsen – und ist üblicherweise nur für deren Mitarbeiter zugänglich. Im Rahmen von Führungen, die um 11, 13, 15 und 17 Uhr an der Brauereipforte starten, haben Interessierte am Denkmaltag die Chance, das Gebäude zu besichtigen und auch noch etwas über das auf dem Areal produzierte Bier zu erfahren. Auch viele andere Denkmäler, die am Sonntag geöffnet haben, sind sonst nicht geöffnet – oder sogar unbekannt. Die 1914/15 erbaute Armierungsstellung im Kloster- und Maienwald nördlich von Grimmelfingen ist so ein Bau. Um 14 Uhr gibt es dort eine Führung.

Nicht nur in der Innenstadt gibt es Bauten, die einen Besuch lohnen – auch am Ulmer Stadtrand, sogar in den Vierteln, bei denen nur wenige den Denkmalschutz am Werk wähnen. So etwa in Böfingen, wo von 13 bis 17 Uhr zwei Gotteshäuser aus den 1960er-Jahren besichtigt werden können: die katholische Pfarrkirche „Zum guten Hirten“ und die evangelische Auferstehungskirche samt Gemeindezentrum. Ein Stück Renaissance in Böfingen stellt das heute als Schule genutzte Schlössle dar, durch das es um 13.30 und um 15.30 Uhr Führungen gibt.

Viele Veranstaltungen am Denkmaltag in Ulm

Neu-Ulm ist beim offiziellen Programm der Eröffnung am Sonntag weitgehend außen vor – von zwei Ausnahmen abgesehen: Die derzeit wegen Sanierung geschlossene Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist kann um 13 und um 15 Uhr im Rahmen einer Baustellenführung mit dem verantwortlichen Architekten besichtigt werden. Und der Förderkreis Bundesfestung macht die Bastion 7 im Glacis-Park von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Abseits der Denkmal-Party hat Neu-Ulm etwas zu bieten: Herrn Zopf’s Friseurmuseum präsentiert in Führungen um 11.30, 13, 14.30 und 16 Uhr den aus Dresden stammenden Salon Harand, in dem schon Heinz Rühmann frisiert wurde. Und die Kirche St. Ulrich in Pfuhl von 12.30 bis 17 Uhr besucht werden.

Im Landkreis Neu-Ulm gibt es am Denkmaltag kaum Überraschungen – aber sehenswerte Denkmäler. In Straß kann von 11 bis 17 Uhr die Kirche St. Johann Baptist besichtigt werden, Führungen sind für 14 und 16 Uhr geplant. Im Bienenmuseum im Illertisser Vöhlinschloss zeigt Museumsleiter Walter Wörtz um 16 Uhr die von Franz Martin Kuen ausgemalte Schlosskapelle, der Heimatverein bietet von 11 bis 17 Uhr Führungen durch das Gebäude an.

Das komplette Programm am Tag des offenen Denkmals gibt es online auf tag-des-offenen-denkmals.de. Mehr zu den Veranstaltungen zur bundesweiten Eröffnung in Ulm gibt es in der in der Stadt ausliegenden Broschüre und online auf ulm.de.

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