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Ingstetten

28.12.2020

Staatsstraße 2019 zwischen Ingstetten und Deisenhausen wird ausgebaut

Die viel befahrene Staatsstraße 2019 erhält auf dem Abschnitt zwischen Ingstetten und Deisenhausen unter anderem eine breitere Fahrbahn.
Bild: Angela Häusler

Die wichtige Verbindung ist in schlechtem Zustand. Die Regierung von Schwaben erlässt den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt zwischen Ingstetten und Deisenhausen.

Gute Nachrichten für den geplanten Ausbau der Staatsstraße 2019 zwischen Ingstetten und Deisenhausen: Die Regierung von Schwaben hat den Planfeststellungsbeschluss für das landkreisübergreifende Vorhaben erlassen. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung dieser Baumaßnahme geschaffen.

Nach den Plänen wird die St 2019 auf einer Gesamtlänge von 5,8 Kilometern bestandsorientiert mit einer Fahrbahnbreite von sieben Metern ausgebaut, wie die Regierung von Schwaben mitteilt. Vorrangiges Ziel sei die Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses auf dem Streckenabschnitt. Parallel zur Straße wird nach Angaben der Behörde auf der nördlichen Seite der gesamten Strecke ein neuer Weg für Radfahrer und Fußgänger angelegt. Außerdem wird zur Anbindung der Bushaltestelle am Ortsausgang von Ingstetten an das Wegenetz südlich der St 2019 ein Gehweg mit Treppe neu gebaut. Um die Erschließung landwirtschaftlicher Anliegergrundstücke zu gewährleisten, wird der Geh- und Radweg abschnittsweise auch für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben.

Die Straße ist eine wichtige Verbindung zwischen Weißenhorn und Krumbach

Im östlichen Verlauf stellt die St2019 eine wichtige überregionale Straßenverbindung zwischen den Mittelzentren Weißenhorn und Krumbach mit Anschluss an die B16 in Richtung Günzburg und Mindelheim und im weiteren Verlauf an die B 300 in Richtung Augsburg dar. Darauf weist der CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Sauter hin. In westlicher Richtung schließt die St 2019 über die NU14 an der Anschlussstelle Vöhringen an die Autobahn7 an. Über die St 2031 bei Senden sei sie eine wichtige, großräumige und ländliche Verbindung in das Oberzentrum Neu-Ulm, teilt Sauter mit.

Zwischen dem Roggenburger Ortsteil Ingstetten und Deisenhausen im Kreis Günzburg weist die Staatsstraße starke Unebenheiten insbesondere im Talbereich sowie nicht tragfähige Bankettstreifen auf. Weitere Mängel sind die ungenügende Fahrbahnbreite und die schadhafte Beschaffenheit der bituminösen Fahrbahndecke. „Derzeit entspricht die Streckenbeschaffenheit der St 2019 nur noch bedingt den Anforderungen, die heute an eine wichtige Verbindungsstraße gestellt werden“, sagt Sauter. „Das stark gestiegene Verkehrsaufkommen macht einen zeitgemäßen Ausbau dringend erforderlich. Mit dem Ausbau und den damit verbundenen Verbesserungen im Querschnitt sowie in der Linien- und Höhenführung werden Verkehrsablauf, Verkehrsqualität und die Verkehrssicherheit wesentlich verbessert.“ Auch der geplante durchgehende Radweg verringere die Unfallgefahr für Radfahrer erheblich, ergänzt der Abgeordnete. Die Baukosten inklusive der Kosten für den Grunderwerb seien derzeit mit rund 8,7 Millionen Euro veranschlagt.

Ausbau der Straße ist im geplanten Umfang gerechtfertigt

Die Regierung von Schwaben kommt in ihrem Beschluss nach Abwägung aller betroffenen Belange zu dem Ergebnis, dass der Ausbau der Staatsstraße im geplanten Umfang gerechtfertigt ist. Die Maßnahme ist aus Sicht der Behörde erforderlich, um das derzeitige und künftige Verkehrsaufkommen zu bewältigen und die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs zu gewährleisten.

Jeweils eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses und der festgestellten Unterlagen werden bei den Gemeinden Roggenburg und Nersingen, in der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach und der Verwaltungsgemeinschaft Kötz von 9. bis einschließlich 22. Februar 2021 zur allgemeinen Einsicht ausgelegt. Zeit und Ort der Einsichtnahme werden jeweils ortsüblich bekannt gegeben. Darüber hinaus kann der Planfeststellungsbeschluss von 9. Februar an auch auf der Internetseite der Regierung von Schwaben unter www.regierung.schwaben.bayern.de in der Rubrik „Planung und Bau“ eingesehen werden. (az)

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