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Weißenhorn

17.01.2020

Wie geht es weiter am Ahornweg?

Die Erschließungsstraße zu dem Baugebiet am Ahornweg in Weißenhorn ist schon fertig. Offen ist, wann dort Häuser gebaut werden.
Bild: Alexander Kaya

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof den Bebauungsplan für das Areal für ungültig erklärt hat, ist unklar, wann dort neue Wohnhäuser entstehen.

Kaufinteressenten, die ein seit Langem geplantes Bauvorhaben in Weißenhorn im Blick haben, müssen sich weiter gedulden. Sechs Kettenhäuser mit Doppelgarage möchte das Ulmer Immobilienunternehmen Munk am Ahornweg in Weißenhorn bauen und verkaufen, zudem will es drei Baugrundstücke veräußern, auf denen Einfamilienhäuser entstehen sollen. „Wir sind gute Dinge, dass irgendwann gebaut wird“, sagt der geschäftsführender Gesellschafter Volker Munk. Die Frage ist nur: Wann?

Eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zwingt den Investor dazu, ein neues Bebauungsplanverfahren zu durchlaufen. Wie berichtet, hat die Justizbehörde den Bebauungsplan Ahornweg für ungültig erklärt. Das Dokument sei nicht ordnungsgemäß ausgefertigt und nicht ordnungsgemäß bekannt gemacht worden, bemängelten die Richter. Außerdem seien Fehler bei der Abwägung der Interessen und beim Lärmgutachten gemacht worden. „Das hätte nicht passieren dürfen“, sagt Munk im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wenn Verfahrensfehler gemacht wurden, dann machen wir es nochmal und dann machen wir es richtig“, fügt er hinzu.

16 Unterschriften, aber eine fehlt

Auf Nachfrage von CSU-Stadtrat Franz Josef Niebling hatte sich Bürgermeister Wolfgang Fendt noch vor Weihnachten kurz in öffentlicher Sitzung zu der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs geäußert: Er habe die Dokumente für die Bekanntmachung 16-mal unterschrieben, auf einem Blatt allerdings nicht. „Wir hätten das zusammentackern müssen“, sagte Fendt damals. Und: Für das Lärmgutachten habe die Stadt ein Fachbüro beauftragt. Wenn das Gericht der Meinung sei, dass das Gutachten falsch ist, dann sei das Sache des Fachbüros, sagte der Rathauschef.

Wie geht es weiter am Ahornweg?

Zur Erinnerung: Im Rahmen einer Normenkontrollklage hatten sich der Tennisclub Weißenhorn, vertreten durch den Vorsitzenden Holger Weber, und eine Bewohnerin des Ahornwegs gegen den Bebauungsplan zur Wehr gesetzt. Weber betont auf Nachfrage, dass der Tennisclub, dessen Anlagen in der Nachbarschaft liegen, das Bauvorhaben keineswegs verhindern wolle. „Uns geht es um den Lärmschutz für die neuen Nachbarn“, sagt der Vorsitzende. Die Vorschriften sollten eben eingehalten werden und der Bebauungsplan inhaltlich sauber sein. Weber signalisiert Gesprächsbereitschaft, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

"Die Leute wollen bauen", sagt der Investor

Auch Investor Volker Munk sagt, er strebe eine einvernehmliche Lösung an. Er ist allerdings der Meinung, dass Weber auf ihn zukommen müsse. Beide haben sich in dieser Sache bislang nicht miteinander unterhalten, dabei schwelt der Konflikt schon seit Jahren. Munk betont auch: „Wir würden bei den Grundstücken eine Dienstbarkeit eintragen lassen, dass der Tennisclub zu dulden ist.“

Dem Immobilienunternehmer zufolge gibt es für alle Objekte Interessenten, gerade auch für die Bauplätze. „Die Leute wollen bauen“, sagt er. Sie seien die Leidtragenden, wenn sich das Projekt so lange hinzieht.

Frühere Artikel über den Ahornweg in Weißenhorn lesen Sie hier:

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