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Weißenhorn

18.07.2020

Wie sinnvoll ist ein Parkdeck nahe der Altstadt?

Die SPD-Fraktion im Weißenhorner Stadtrat schlägt einen städtebaulichen Wettbewerb für den Umbau des Parkplatzes bei der Stadthalle vor.
Bild: Alexander Kaya

Plus Der Weißenhorner Stadtrat diskutiert in seiner nächsten Sitzung einen Antrag der SPD. Schon vorher äußert die WÜW-Fraktion Kritik.

Mit dem Thema Parken im Umfeld der Weißenhorner Altstadt befasst sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Montagabend. Auf der umfangreichen Tagesordnung steht unter anderem ein Antrag der SPD-Fraktion, die einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für den Neubau oder Umbau des Parkplatzes am ehemaligen Busbahnhof fordert. „Bereits vor sechs Jahren haben wir darauf hingewiesen, dass der Parkdruck im Umfeld der Weißenhorner Altstadt deutlich zugenommen hat“, heißt es im Antrag. „So erfreulich die zahlreichen privaten Baumaßnahmen sind, so drängender wird der Wunsch nach mehr Parkmöglichkeiten insbesondere für die Anlieger.“

Nach wie vor hält die SPD-Fraktion die Fläche des Parkplatzes am ehemaligen Busbahnhof für am besten geeignet, um dort zusätzlichen Parkraum zu schaffen. Nachdem nun das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) für Weißenhorn vorliegt, sieht die Fraktion keinen Hinderungsgrund mehr, in die Umsetzungsphase zu gehen. Vor sechs Jahren hatte die Fraktion konkrete Ideen zum Umbau des Parkplatzes eingereicht und die Errichtung eines Parkdecks mit zwei Ebenen vorgeschlagen.

Schon vor den Beratungen in der Sitzung am Montag macht die Fraktion der Weißenhorner Überparteilichen Wähler (WÜW) in einer E-Mail an Bürgermeister Wolfgang Fendt deutlich, dass sie den Bau eines Parkdecks aus mehreren Gründen kritisch sieht. Das Schreiben liegt unserer Redaktion vor. Die WÜW stellen ihrerseits den Antrag, nicht umzubauen, sondern einfach die Parkdauer der Parkplätze am ehemaligen Busbahnhof sowie an der Südseite der Stadtpfarrkirche an Werktagen tagsüber auf zwei Stunden zu begrenzen.

Die Weißenhorner Überparteilichen Wähler wollen eine Begrenzung der Parkzeit

Ein Parkdeck würde aus Sicht der WÜW-Fraktion die Zufahrt der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zur Stadthalle behindern, die Ansicht der Stadt-Silhouette mit den Schlössern entwerten und vermutlich sehr teuer werden wegen der schwieriger Bausituation an der Roth. Des Weiteren kritisiert der Fraktionsvorsitzende Jürgen Bischof in seiner E-Mail an den Bürgermeister, dass ein Parkdeck nur einen geringen Zugewinn von Parkplätzen bringe, weil durch Zufahrtsrampen und die Konstruktion auch viele Parkplätze wegfallen würden. Und er weist darauf hin, dass im Parkdeck und drum herum dunkle und schmuddelige Ecken entstehen könnten, wodurch auch die Promenade und der Zugang zur Stadthalle entwertet würden.

Die Fraktion ist der Meinung, dass die Parkplatznot sowohl in der Altstadt als auch auf dem Parkplatz am ehemaligen Busbahnhof insbesondere auch durch Dauer- und Tagesparker verursacht wird. Sie plädiert deshalb dafür, zunächst probeweise für ein Jahr die Parkdauer an Werktagen auf zwei Stunden zu begrenzen.

Die Sitzung des Stadtrats findet am Montag, 20. Juli, in der Fuggerhalle statt. Beginn ist um 19 Uhr.

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